Diskriminierung Diese Ärztin wird immer wieder verurteilt - wegen ihrer Tattoos

Sarah Gray aus dem australischen Adelaide ist die wohl berühmteste, tätowierteste Ärztin der Welt - und sie wird permanent deshalb diskriminiert. 

Ihre Haut ist bunt, da ist kaum noch eine Stelle zu finden, die nicht tätowiert ist. Sarah Grey liebt ihr Körper-Kunstwerk und möchte irgendwann komplett mit farbenfrohen Bildern bedeckt sein. Die 30-Jährige hat schon mehrere Tattoo-Kontests in Australien gewonnen. Mit 16 Jahren ließ sie sich das erste Tattoo stechen. Wie viele es heute sind, weiß Sarah nicht. Aber eigentlich ist das auch egal - sollte man meinen. Denn viele Menschen stören sich an ihrem Aussehen und diskriminieren die Ärztin. Auf Instagram und in einem Interview mit der Daily Mail hat sich Sarah Grey nun geäußert zu den Vorurteilen. Die Ärztin geht seitdem viral.

 

Ärztin Sarah Grey wurde schon aus Restaurants geworfen

Sarah erzählte, dass sie und ihr Mann eines Tages in einem Restaurant essen wollten - und vom Geschäftsführer des Lokals verwiesen wurden. Der Grund: Dort herrsche eine "no visible tattoo policy", sprich: Tattoos sind nicht erlaubt. "Viele Läden haben diese Regel. Auch, wenn mich das nicht immer total trifft, kann es sehr frustrierend sein, als schlechter Mensch katgeorisiert zu werden wegen meiner bunten Haut." Die angehende orthopädische Chirurgin sagt: "Die Zeiten, in denen Tattoos mit Kriminalität assoziiert werden, sollten längst vorbei sein."

Ein anderes trauriges Beispiel: Wenn die Ärztin in einem Shop in der Schlange wartet, wird sie ignoriert: "Die Verkäufer bedienen die anderen Kunden zuerst und schauen mir nie in die Augen", so Sarah. Deshalb habe sie schon öfter den Laden einfach verlassen. "Ich habe bestimmt schon 1000 Dollar gespart."

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Sarahs Appell an uns alle

Als Sarah Grey ihr Medizinstudium anfing, hatte ich sie Angst, dass die anderen Kommilitonen sowie die Patienten später sie nicht ernst nehmen aufgrund ihrer Tattoos. Doch stattdessen haben sie die meisten eher für sie interessiert. "Tattoos zu haben heißt ja auch nicht, dass man deshalb weniger Qualifikationen hat", sagt die 30-Jährige. "Manchmal bekomme ich einen negativen Kommentar oder jemand schaut mich komisch an - aber diese Situationen sind selten."

Sarah appelliert an uns: "Wir sollten alle unseren Körper lieben - egal, wie er aussieht", sagt Sarah. "Alle, die keine Tattoos mögen, sollen darüber nachdenken, welche künstlerische Fähigkeit mit Tattoos zusammenhängt, bevor sie über jemanden urteilen. Niemand sollte nach seinem Aussehen beurteil werden."

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