Stimme & GesangDiese erstaunlichen Fakten über das Singen sollte jeder kennen

Die Stimme ist das älteste Musikinstrument der Menschheit, denn schon die Neandertaler nutzten sie zum Musizieren. Das ist aber nur einer von vielen Fakten über das Singen, die wir herausgefunden haben.

Frau singt unter Dusche
Foto: iStock // stock_colors

Singen sorgt für gute Laune! Das ist nicht nur ein weiterer Fakt über das Singen, sondern auch etwas, worüber sich die meisten Menschen einig sein dürften. Über das beliebte Hobby vieler Menschen gibt es aber, wie wir festgestellt haben, noch sehr viel mehr zu wissen.  

 

Erstaunliche Fakten über das Singen

Wusstest du, dass …

  • … Singen ähnlich funktioniert wie Sprechen?

Singen und Sprechen haben viel gemein, unterscheiden sich jedoch zum Beispiel darin, dass beim Singen die Vokale weit in den Vordergrund treten. Dabei kommt es - mehr als beim Sprechen - auf die richtige Atemtechnik an. Schließlich sollen die Töne ihren Klang voll entfalten und nicht stumpf oder angestrengt klingen. 

Beim Singen entsteht während des Ausatmens ein Luftstrom. Dieser versetzt die Stimmbänder in Schwingungen. Dabei schlagen sie im Sekundentakt mehrere Hundert Male zusammen, es entweicht Luft und ein Ton entsteht. Wer mit einer guten Stimme glänzen will, sollte außerdem darauf achten, die Mund- und Rachenschleimhaut ausreichend zu befeuchten. Ansonsten kann es tatsächlich ziemlich schwer werden, einen guten Ton herauszubringen.

  • … Singen unseren Gefühlen freien Lauf lässt?

Wenn wir ein schönes Lied hören, passiert innerlich etwas mit uns. Wir nehmen Emotionen wahr, die in einem Zusammenhang mit der Botschaft des jeweiligen Songs stehen. Wir empfinden Glück oder Mitgefühl, Euphorie oder Betrübtheit. Diesem Effekt können wir uns quasi nicht entziehen - es sei denn, wir schalten die Musik aus. 

Je nachdem, in welcher Situation wir uns befinden, suchen wir gezielt nach Liedern, die unsere emotionale Beschaffenheit umkehren oder aber potenzieren. Das kommt immer darauf an, wie sehr wir uns in ein Gefühl hineinsteigern wollen oder nicht. Auch die soziale Bindung wird zum Beispiel durch das Singen im Chor gestärkt.

  • … sich unsere Stimme höher oder tiefer anhört? 

Wie kommt es eigentlich, dass manche Menschen eine tiefere und andere wiederum eine deutlich höhere Stimme haben? Die einfache Antwort: Auf die Länge und Dicke der Stimmlippen kommt es an! Sind sie kurz und schmal, ist auch die Stimme eines Menschen höher. Deswegen hören sich die Laute eines Babys in unseren Ohren auch so unglaublich grell und extrem hoch an. Die Stimmlippen bei einem Neugeborenen sind nämlich nur etwa sechs Millimeter lang und noch sehr dünn. Beim Stimmwechsel (auch Stimmbruch genannt) wachsen die Stimmlippen und die Stimme wird dadurch tiefer. 

  • … es viele Gründe gibt, warum unser Stimmklang so individuell ist? 

Unsere Stimmen sind in ihrem Klang genauso individuell wie unsere Persönlichkeiten. Dass jede Stimme einen unverwechselbaren Klangcharakter hat, liegt vor allem an dem Aufbau und der Beschaffenheit von Nasen- und Mundhöhlen sowie Rachenraum. Genauso tragen Zahnstellung, Zungengröße und Mundform dazu bei, wie unsere Stimme klingt. Singen zwei Menschen gemeinsam den gleichen Song in derselben Tonlage, kann man die unterschiedlichen Stimmfarben sehr gut erkennen. 
 

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