TierwohlSieben Supermärkte führen einheitliches Tierhaltungslogo ein

Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto Marken-Discount, Penny und Rewe werden ab April mit einem Logo über die Haltungsbedingungen der Schlachtiere informieren. 

Ob das Schwein aus dem das Mett hergestellt wurde, im Stall lebte oder frische Luft bekam, wirst du bald auf sämtlichen Produkt-Packungen lesen können. Die sieben Supermarktketten Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto Marken-Discount, Penny und Rewe wollen ihre Kunden ab April mit einem Logo darüber informieren, wie das jeweilige Schlachttier - Rinder- und Schweinefleisch und Geflügel - gehalten wurde. Das teilte die Initiative Tierwohl mit, die vom Lebensmittelhandel getragen wird.

Über diese Haltungsformen informiert das Logo

Das einheitliche System zur Tierhaltung wird unter dem Namen "Haltungsform" auf dem jeweiligen Produkt zu finden sein. Es besteht aus vier Stufen:

Stufe 1: Stallhaltung - sie entspricht nur den gesetzlichen Anforderungen.

Stufe 2: Stallhaltung plus - Tiere, die beispielsweise mehr als zehn Prozent Platz (im Gegensatz zu Stufe 1) und zusätzliches Beschäftigungsmaterial erhalten haben.

Stufe 3: Außenklima - es garantiert Tieren noch mehr Platz und gelegentlich frische Luft.

Stufe vier: Premium - die Tiere haben Auslauf im Freien. Biofleisch soll ebenfalls in diese Stufe eingeordnet werden.

 

Staatliches Tierwohl-Kennzeichen geplant

Während die Lebensmittelbranche das Haltungslogo am 1. April einführen will, setzt sich Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) für ein staatliches Tierwohl-Kennzeichen ein. Das soll voraussichtlich ab 2020 eingeführt werden und über die Kriterien des im Frühling eingeführten Logos der Supermarktketten hinausgehen. Das Bundesagrarministerium gab zu bedenken, dass die geplante staatliche Kennzeichnung "die gesamte Lebensspanne des Tiers" in den Blick nehmen solle. Und zwar von der Geburt bis zur Schlachtung und nicht nur der Platzumfang oder den Bewegungsradius wie bei der Haltungskennzeichnung. Es solle drei Stufen geben, wobei die erste Stufe deutlich über dem gesetzlichen Standard liegen wird. Die genauen Kriterien für die einzelnen Stufen stehen noch nicht fest.

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