US-Präsident will Grönland kaufenDonald Trump: Absurder Streit mit Dänemark um Grönland-Kauf

Echt jetzt? US-Präsident Donald Trump hat seine Reise nach Dänemark sowie ein Treffen mit der dänischen Premierministerin Mette Frederiksen abgesagt, weil diese ihm Grönland nicht verkaufen möchte. 

Inhalt
  1. Donald Trump möchte Grönland kaufen 
  2. Dänische Premierministerin: Grönland steht nicht zum Verkauf
  3. Wegen Grönland-Absage? Donald Trump sagt Treffen mit Mette Frederiksen ab
  4. So reagiert Dänemark auf Trump-Absage

Es erinnert an einen Streit unter Kindern: "Wenn du mir nicht gibst, was ich will, dann rede ich eben nicht mehr mit dir!“ Tatsächlich diskutiert auf diese Weise der vermeidlich mächtigste Mann der Welt, Donald Trump, mit der dänischen Premierministerin.

 

Donald Trump möchte Grönland kaufen 

Doch fangen wir am Anfang der Geschichte an. US-Präsident Donald Trump (73) hat am Wochenende ein Auge auf Grönland geworfen und äußerte den Wunsch, die Insel kaufen zu wollen. Er erklärte, dass Grönland für die USA "strategisch“ interessant sein könnte und meinte: "Im Grunde wäre es ein großes Immobiliengeschäft.“ Doch das dürfte nicht so einfach werden, denn auch wenn die größte Insel der Welt vor Nordamerika liegt, gehört sie rechtlich als autonomes Außengebiet zu Dänemark.

 

Dänische Premierministerin: Grönland steht nicht zum Verkauf

Zunächst war unklar, wie ernst Donald Trump seine Grönland-Pläne meint. Allerdings sagte er nun seinen geplanten Dänemarkbesuch und ein Gespräch mit Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen (41) auf Twitter ab. Als Grund gab er die Weigerung Dänemarks an, ihm Grönland zu verkaufen. Am Sonntag hatte Premierministerin Mette Frederiksen nämlich gegenüber der Zeitung 'Sermitsiaq' ganz klar erklärt: "Grönland ist nicht zu verkaufen.“ Auch der Ministerpräsident Grönlands, Kim Kielsen (52), sprach sich gegen einen Verkauf aus.

 

Wegen Grönland-Absage? Donald Trump sagt Treffen mit Mette Frederiksen ab

Das scheint Donald Trump nicht in den Kram zu passen. Auf Twitter verkündete er am Dienstagabend (20. August), dass er aufgrund der Aussagen von Premierministerin Mette Frederiksen in Bezug auf den Grönland-Verkauf seine Reise nach Dänemark auf einen späteren Zeitpunkt verschiebe. "Die Premierministerin konnte durch ihre Direktheit sowohl den Vereinigten Staaten als auch Dänemark viel Geld und Mühe sparen. Ich danke ihr dafür...", schrieb der US-Präsident.

Judd Deere, Sprecherin des Weißen Hauses, bestätigte, dass das Treffen tatsächlich abgesagt worden sei. Eigentlich sollte Donald Trump am 02. September nach Dänemark reisen. Dort waren unter anderem ein Treffen mit Königin Margrethe II. sowie mit Premierministerin Mette Frederiksen und Geschäftsleuten geplant. Außerdem sollten Gespräche bezüglich der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream II geführt werden. Die USA wie auch Dänemark sind gegen den Ausbau.

 

So reagiert Dänemark auf Trump-Absage

In Dänemark kommt Donald Trumps Entscheidung nicht besonders gut an. Vor allem die dänischen Politiker verstehen die Absage nicht und äußerten sich ebenfalls auf Twitter. Es ist von einem "Witz“ und einer "Farce“ die Rede. Unabhängig ihrer politischen Einstellung sind sich alle einig: Das ging zu weit.

Auch für das dänische Königshaus kam die Absage unerwartet. "Es war eine Überraschung, aber wir haben nichts Weiteres dazu zu sagen“, erklärte Lene Balleby, die Sprecherin des dänischen Königshauses, gegenüber dem dänischen Rundfunk. Ein Statement der dänische Premierministerin Mette Frederiksen wird für den Nachmittag erwartet.

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