KündigungDortmund: Familie muss aus Wohnung ausziehen - Tochter zu laut

Einer Familie aus Dortmund wurde die Wohnung fristlos gekündigt. Der Grund: Ihre zweijährige Tochter soll zu laut sein.

Die kleine Maya Elif macht zu viel Lärm - zumindest sehen das die Nachbarn eines Wohnhauses in Dortmund so. Die Eltern der Zweijährigen haben in der zweiten Januarwoche eine fristlose Kündigung erhalten. Viele Mieter hätten sich immer wieder über Kinderlärm beschwert, so der Vermieter Dogewo 21. 

Markus Schikorra und seine Frau Ayla haben sich an den Mieterverein Dortmund und Umgebung e.V. gewandt, die über die Maßnahme nur den Kopf schütteln können. Dem WDR sagte der Familienvater: "Wir lassen uns doch nicht von Kinderhassern unser Dach über dem Kopf wegnehmen." Ayla hat Sorge: "Wir sollen ja schon am 6. Februar raus, mit Kind und allen Sachen, da bekommt man Existenzangst."

Gibt es gesetzliche Ruhezeiten? Das ist erlaubt

Bereits im Oktober 2018 hatte die Wohnungsbaugesellschaft Dogewo 21, die sich auf Nachfrage des WDR zur Kündigung nicht äußern wollten, der Familie eine Abmahnung geschickt und klar gemacht, dass sie die vielen Beschwerden ernst nehmen müsse. Man sei aber nicht kinderfeindlich. 

Die Schikorras wollen gegen die Kündigung vorgehen und suchen gleichzeitig nach einem Eigenheim. In eine Mietwohnung wollen sie nicht mehr ziehen. 

Auch interessant:

Studie: In welchen Städten sind die Nebenkosten am günstigsten?

Musterfeststellungsklage: So klagst du ohne zu bezahlen

Neues BGH-Urteil: Mieter müssen beim Auszug nicht streichen

Darf man sonntags bohren? Wir klären, was sonntags erlaubt ist​

Kategorien: