Emotionale GeschichteDrama nach Fehlgeburt: Frau ermordet Freundin und entführt ihr Baby

Nach einer Fehlgeburt täuschte eine Amerikanerin über Monate hinweg ihre Schwangerschaft vor und beging einen Mord, um das Baby einer Freundin zu stehlen und ihr Lügengerüst aufrecht zu erhalten.

Yesenia Sesmas aus Dallas in Texas wünschte sich schon lange ein Kind. Als sie mit 37 Jahren schwanger wurde, war es das größte Geschenk für die Amerikanerin. Sie freute sich sehr auf ihr Kind, umso größer war der Schock der Fehlgeburt. Doch Yesenia wollte ihren großen Traum nicht aufgeben und täuschte die weitere Schwangerschaft vor. Sie richtete ein Kinderzimmer ein und feierte sogar eine Babyparty. Der Schwindel ging gut, doch als der neunte Monat ihrer Fake-Schwangerschaft erreicht war, musste sie sich etwas Neues ausdenken. Wie kann sie die Lüge auch nach einer vermeintlichen Geburt aufrechterhalten? Ein Baby musste her und zwar schnell. Und dann begann sie, auf den sozialen Netzwerken Bilder von einem Baby zu posten, von ihrem Baby. Doch wie konnte das sein?

 

Ein Baby um jeden Preis

Yesenia  war am 17. November 2016 durch zwei Bundesstaaten zu ihrer Freundin Laura Abarca nach Wichita in Kansas gefahren, die nur sechs Tage zuvor Mutter der kleinen Sophia geworden war. Die Frauen kannten sich aus einer Zeit als beide in einem Restaurant in Wichita gekellnert hatten. Yesenias späterer Aussage nach gab es eine Abmachung zwischen den beiden Frauen, dass Yesenia Lauras Baby mitnehmen und behalten dürfe. Doch die frischgebackene Mutter lehnte den angeblichen Deal ab.

Da brannten Yesenia die Sicherungen durch. Sie schoss ihrer alten Freundin in den Kopf, nahm das Baby, fuhr zurück nach Hause und gab Sophia als ihre eigene Tochter aus. Eigentlich hatte sie die Waffe nur als Druckmittel dabei gehabt und hatte nie die Absicht ihre Freundin zu töten, erklärte sie später. Allerdings gab es für sie bei ihrem Ausflug ja nur die zwei Möglichkeiten entweder mit einem Kind zurückzukehren oder aber ihre Lügengeschichte aufklären zu müssen.

 

Die Lügen fliegen auf

Als Lauras Leiche in ihrer Wohnung entdeckt wurde und die Ermittlungen der Polizei begannen, führte die Spur schnell zu Yesenia nach Dallas. Denn die beiden Frauen hatten sich jede Menge Textnachrichten geschrieben. Dann ging alles ganz schnell: Yesenia wurde befragt, verhaftet und angeklagt. Am 5. Juni 2018 befanden die Geschworenen sie des Mordes ersten Grades, der Entführung und des schweren Eingriffs in die elterliche Fürsorge für schuldig. Das Urteil wird am 13. Juli 2018 erwartet. Bei einer Verurteilung droht ihr eine Haftstrafe von 50 Jahren ohne Bewährung. Eine Freundin des Mordopfers hat eine GoFundMe-Seite für sie eingerichtet

Gleichzeitig steht Yesenia noch in einem anderen Fall vor Gericht. Vier Monate vor dem Mord an Laura Abarca soll sie ihre Freundin Adrianna Portillo, die damals im achten Monat schwanger war, und deren beiden kleinen Töchter entführt und bedroht haben. Anschließend soll sie für die Freilassung der Kinder 10.000 Dollar gefordert haben. Doch es kam zum Kampf, den Adrianna für sich gewinnen konnte. Die schwangere Frau floh mit ihren Kindern und erstattete Anzeige. Yesenia Sesmas plädiert in diesem Fall auf nicht schuldig.

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