Hitze und Dürre„Dramatische Einbußen“: Bauern stehen harte Zeiten bevor

Der derzeitige Sommer sorgt für „dramatische Einbußen“ für die Landwirte. Das sagte Robert Habeck, der Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen und schleswig-holsteinischer Landwirtschaftsminister der „Welt“. Während die Ernte verdorrt, wird auch das Futter für die Tiere knapp. Deswegen muss, laut Habeck, der Tierbestand reduziert werden.

„Wir haben ein extremes Jahr, ein echtes Seuchenjahr für die Landwirtschaft“, sagt Robert Habeck der „Welt“ am Montag. Es ist warm und die Bauern stoßen an ihre Grenzen. „Im Winter kann die Gülle nicht ausgebracht werden, im Sommer mangelt es an Futter. Wir müssen den Tierbestand reduzieren.“ So schwierig schien es noch nie zu sein.

Die Bauern, die die Verlierer des Sommers sind, haben mit Einbußen zurechnen, die bereits jetzt eintreten. „Meine Felder sind komplett ausgetrocknet, der Boden ist knüppelhart“, sagt Stephan Deussen aus Meebusch-Strümp zu „RP-Online“. „Ich muss drei- bis viermal bewässern, ehe die Pflanzen wirklich genug Wasser haben.“ Das sind Arbeiten, die normalerweise der Regen erledigt; doch nun muss viel Arbeitszeit investiert werden.

Eine Lösung für das Problem mit dem zu hohen Tierbestand für das wenige Futter gibt es nicht. Zumindest nicht für dieses Jahr. „Wachse oder weiche“, heißt es laut Habeck jetzt. „Ein Betrieb sollte nur so viele Tiere haben, wie er mit dem Ertrag seiner Flächen grundsätzlich ernähren kann.“ Ansonsten, schreibt Spiegel Online, müsse eine „Obergrenze der Viehhaltung“ eingeführt werden.

Weiterlesen

>>> Hitzewelle in Deutschland: Neue Rekorde erwartet

>>> Trockenheit & Hitzestress: Steigt jetzt der Milchpreis?

>>> Sport bei Hitze: Wann es ungesund ist und welche Tipps helfen

Kategorien: