Antibiotika wirkungslosDresden: Dritter Patient mit mulitresistenten Keimen stirbt im Krankenhaus

Das Krankenhaus in Dresden meldet erneut einen Todesfall eines Patienten, der mit einem multiresistenten Keim in Kontakt war. Wie gefährlich ist das Bakterium?

Im Krankenhaus Dresden-Neustadt ist am Donnerstagabend ein Patient verstorben, der mit sogenannten multiresistenten Keimen bedeckt war. Dies teilte die Krankenhausleitung am Freitag mit. Die Sprecherin der Klinik, Vivianne Piffczyk, erklärte: „Am gestrigen Abend ist der mit dem Erreger besiedelte Patient verstorben. Er erlag seiner schweren Grunderkrankung.“ Eine weitere Aufklärung zur Erkrankung des Patienten erfolgte nicht.

 

Dritter Patient verstorben

Insgesamt waren gleich vier Patienten vom Keim besiedelt worden, aber nicht infiziert oder daran erkrankt. Drei der Betroffenen konnten glücklicherweise bereits nach Hause oder in die Reha entlassen werden. Der vierte Patient wurde hingegen auf der Intensivstation in Isolation betreut, bis er verstarb. Bereits im Oktober starben zwei Patienten des Krankenhauses, die mit dem Erreger in Kontakt waren. Damals wurde sogar die Neuaufnahme von Patienten auf der Intensivstation gesperrt.

 

Für wen ist der Keim gefährlich?

Das gefährliche Bakterium heißt Klebsiella pneumoniae und ist nur ein tausendstel Millimeter klein. Es trat erstmals im Jahr 2010 in Deutschland auf und ist gegen alle vier gängigen Antibiotikagruppen immun. Für Menschen mit einem intakten Immunsystem ist der Keim in der Regel harmlos. Problematisch wird es erst für geschwächte Patienten, wie sie beispielsweise auf Intensivstationen liegen.

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