BlutbadDresden: Wölfe reißen Schafsherde - 40 Tiere sind tot

In der Nähe von Förstgen griffen am Dienstag Wölfe eine Schafsherde an. Es wurde ein Blutbad, in dem rund 40 Tiere getötet wurden.

Die Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ beschäftigt sich seit Dienstag mit dem Angriff von Wölfen auf eine Schafherde nahe der Ortschaft Förstgen. 40 Schafe und 14 Ziegen sollen die Wölfe gerissen haben, berichtet „sz-online.de“. Am Dienstag wurden noch etwa 80 Tiere vermisst. Sie dienten der Landschaftspflege im Unesco Biosphärenreservat Oberlausitz Heide- und Teichlandschaft.

Bereits im Dezember 2017 wurde die Herde mit tragenden Muttertieren angegriffen. Damals waren es acht Tiere, die gerissen wurden. 29 Schafe verschwanden einfach. Am Dienstag jedoch war es Blutbad. Bis zum Nachmittag konnten 60 geflüchtete Schafe wieder eingefangen werden, schreibt die „Bild“. Der Rest bleibt verschollen. Die Moorschnucken wurden, da sie Fluchttiere sind, weit weg von ihrem eigentlichen Standort von Anwohnern gesichtet. Auch Wölfe hatten sie an Kadaver erkennen können.

 

Probleme müssen realistisch betrachtet werden

Annett Hertweck ist Stationsleiterin der Naturschutzstation und bezeichnet es als „schlimm“, die ausgeweideten Tiere zu sehen. „Natürlich entwickelt man zu den Tieren eine emotionale Bindung, zumal sie uns auch nicht als Fleischlieferanten dienten“, sagt Hertweck. Aber: „Wir sind als Naturschutzstation natürlich nicht gegen den Wolf. Allerdings brauchen wir eine nüchterne realistische Sicht auf die damit einhergehenden Probleme. Ich hoffe, dass der Fall zu einem Umdenken führen wird.“

Am Schutz der Tiere soll es nicht gelegen haben. „Wir haben einen besseren Schutz, als es der Gesetzgeber verlangt“, sagt Schäfer Felix Wagner. Der Elektrozaun, welcher die Tiere hätte schützen sollen, ist statt vorgegebenen 90 Zentimetern 112 Zentimeter hoch. „Wir vermuten, dass hier zwei Rudel auf Nahrungssuche waren.“

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