Vierte Welle brechen!

Dritte Impfung gegen Corona - wer hat Anspruch auf den Booster?

Die Booster-Impfung soll die vierte Corona-Welle brechen. Wer hat Anspruch auf den dritten Piks und wem wird die Auffrischimpfung besonders ans Herz gelegt?

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist sich sicher: Booster-Impfungen gegen das Coronavirus sollen nicht nur die vierte Welle brechen, sondern die Deutschen auch sicher durch den Winter bringen.

Denn vor allem bei älteren Menschen soll die Wirkung der Vakzine offenbar nach einer gewissen Zeit nachlassen. Doch wer hat eigentlich Anspruch auf den dritten Piks?

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Booster-Impfung gegen Corona: Wer hat Anspruch auf den dritten Piks?

Grundsätzlich haben erst einmal alle Menschen ab zwölf Jahren, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, einen Anspruch auf die dritte Corona-Impfung.

Eine weitere Bedingung ist, dass die zweite Corona-Impfung vor sechs Monaten erfolgt sein muss.

Wem wird eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus empfohlen?

Für einige Personengruppen ist eine solche Booster-Impfung gegen das Coronavirus laut Beschluss der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz (GMK) besonders sinnvoll. Dazu zählen:

  • Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen oder in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

  • Menschen ab 80 Jahren, bei Menschen ab 60 Jahren erst nach Abwägung und ärztlicher Beratung

  • Menschen, die an einer Immunschwäche leiden sowie deren engen Kontaktpersonen

  • Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit

  • Menschen, die aufgrund ihres Berufes regelmäßig in Kontakt mit infektiösen Menschen stehen

  • Menschen, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden (Booster-Impfung bereits ab vier Wochen nach der Einmalimpfung)

  • Menschen, die zuvor zweimal mit AstraZeneca geimpft wurden

  • Menschen, die nach überstandener Coronavirus-Infektion eine Impfdosis eines Vektor-Impfstoffs bekommen haben

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt bei den Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus grundsätzlich ein mRNA-Vakzin, egal welcher Impfstoff zuvor verimpft wurde. Im besten Fall sei es beim dritten Piks derselbe Impfstoff, der zur Grundimmunisierung gespritzt wurde.

Studie aus Israel beweist: Schutz vor einer Corona-Infektion nach dritter Impfung 20 Mal höher

Israel hat es bereits vorgemacht. Dort kommt die Booster-Impfung gegen das Coronavirus bereits seit einigen Monaten zum Einsatz - unbürokratisch, spontan, meist sogar ohne Terminvereinbarung.

Und siehe da: die Kurve der schwer erkrankten Patienten flacht ab und es gibt täglich weniger Neuinfektionen, sodass Israel erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie seine Grenzen wieder für Touristen öffnete.

Ähnliches legt die Studie eines Forschungsteams vom Clalit Research Institute in Tel Aviv dar, die 728.321 dreifach Geimpften und 728.321 zweifach Geimpfte miteinander verglichen hat. Das Ergebnis: Bei den Menschen mit Booster-Impfung kamen 29 Menschen ins Krankenhaus, in der Gruppe der zweifach Geimpften 231.

Von den dreifach Geimpften hatten 17 einen schweren Verlauf, bei den doppelt Geimpften 157. Sieben dreifach Geimpfte starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, während es bei den doppelt Geimpften 44 Tote gab.

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Artikelbild und Social Media: Luis Alvarez/Getty Images