KostensenkungsverfahrenDruck auf Hartz-IV-Empfänger steigt

Die Mieten in Hamburg sind teuer. Das merken vor allem die Empfänger von Hartz IV. Nun kritisierte die Linke-Fraktion, laut der am Sonntag, den 15. Juli, veröffentlichten Anfrage in der Bürgerschaft, den Beitrag des Jobcenters zur Entstehung der Wohnungslosigkeit.

Das Jobcenter soll im Jahr 2017 1037 Kostensenkungsverfahren geleitet haben. So geht es aus der Anfrage der Linke-Fraktion in der Bürgerschaft hervor. Bis April 2018 kamen noch weitere 83 Verfahren hinzu. Der Ausgang eines solchen Verfahrens war entweder eine Kürzung der Übernahme der Miete oder ein Umzug in eine günstigere Wohnung.

Auf der Webseite der Linke-Fraktion bezeichnet Cansu Özdemir, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion, den Umzugszwang als unmenschlich. Es reiße Menschen aus ihrer vertrauten Umgebung und trage zur weiteren sozialen Spaltung in Hamburg bei.

In dem Schreiben antwortete der Senat auf die Frage, wie die Erhöhung der Kosten der Unterkunft zustande kommt, dass sie sich am untersten Segment des Mietspiegels orientieren. „Das ist weit weg von der Realität“, erklärt Ensslen in der Mitteilung. Die tatsächlichen Mieten seien viel höher. Sie stellt die Forderung, dass die Realität der Maßstab für die Mietobergrenzen der Jobcenter sein sollte.

Weiterlesen

>>> Hartz IV: Jobcenter kontrolliert durchs Küchenfenster - Leistung gestrichen

>>> Jeder zehnte Arbeitslose braucht zusätzlich Hartz IV

>>> Neue Hartz-IV-Doku auf RTL: "Zahltag! Ein Koffer voller Chancen"

Kategorien: