Wasserknappheit Dürre: Verbot der Wasserentnahme - sonst winkt ein Bußgeld bis 100 000 Euro

Deutschland steckt erneut in einer Dürreperiode. Erste Städte und Landkreise ziehen jetzt Konsequenzen: Weil das Wasser zu knapp wird, ist die Entnahme der Ressource aus Bächen, Flüssen und Seen verboten - ansonsten drohen Bußgelder.

Die Erde ist trocken und ein Ende ist nicht in Sicht. Laut Wetterprognosen soll auch der Juli kaum Niederschlag bringen - die Dürreperiode hält wie 2018 an. Wegen der anhaltenden Trockenheit leiden die Natur und die Tierwelt. Einige Landkreise reagieren jetzt und verhängen ein Verbot der Entnahme. 

 

Hier ist die Wasserentnahme verboten

In Hessen hat der Vogelsbergkreis das Verbot ausgesprochen, da die Gewässer dort nur noch wenig Wasser haben. "Wir wollen unsere Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern vor Schaden bewahren", sagte Landrat Manfred Görig nach Informationen von ,Wetter.com'. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100 000 Euro (!) rechnen.

Weitere Verbote gibt es in:

  • Chemnitz: Die Stadt und die beiden Landkreise drohen bei Verstößen mit Bußgeldern von bis zu 50 000 Euro.
  • Landkreis Nordsachsen: Wer bis zum 31. Oktober gegen die neue Regel verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 50 000 Euro rechnen.
  • Erzgebirgskreis: Auch hier sind die Wasserstände zu niedrig, weshalb das Abpumpen verboten wurde.
  • Brandenburg: In den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Cottbus, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster darf zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr kein Wasser aus Flüssen und Seen gepumpt werden.
Dürre in Deutschland: Mehrere Städte verbieten Wasserentnahme
Ein ausgetrocknetes Flussbett in den Alpen. Durch die Dürre geht das Wasser zur Neige. In mehreren Städten gilt ein Verbot zur Wasserentnahme.
Foto: iStock
 

Sorgsamer Umgang mit Wasser

Während die Entnahme von Wasser aus Bächen, Flüssen und Seen in einigen Teilen Deutschlands verboten ist, rufen andere dazu auf, sorgsam mit der Ressource umzugehen. So sagte die Umweltministerin Priska Hinz nach einem Bericht der ,Süddeutschen': "Wir haben hier in Hessen stabile Grundwasservorkommen und können die Versorgung der Bevölkerung aus diesen sicherstellen. Trotzdem müssen wir sorgsam mit diesem kostbaren Gut umgehen." 

In Ostwestfalen wurde die Bevölkerung Anfang Juli dazu aufgerufen, auf Gartenbewässerung und Pool-Befüllungen zu verzichten. „Wegen der anhaltenden Trockenheit kommt es zu Wasserknappheit “, schreibt die Stadt Löhne (Kreis Herford) auf ihrer Website. Auch der Landkreis Emsland und die Stadtwerke Osnabrück rufen zu einem sorgsamen Umgang mit Wasser auf. 

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