Zu Unrecht geblitzt?Düsseldorf: Autofahrer könnten Bußgelder durch Blitzer zurückverlangen

Wer in den letzten Jahren in Düsseldorf geblitzt wurde, kann nun möglicherweise Geld zurückverlangen. Den acht Apparate, die in der Stadt verteilt waren, hatten gar keine Zulassung.

Ab jetzt gibt es acht Blitzer weniger in Düsseldorf: Der Hersteller Jenoptik hat die sie bereits am 11. Januar entfernen lassen, da festgestellt wurde, dass die Apparate überhaupt keine Betriebszulassung hatten. Außerdem hat die Stadt Düsseldorf den nordrhein-westfälischen Landesbetrieb Mess- und Eichwesen mit einer Prüfung beauftragt. Das Ordnungsamt informierte zuständige Richter für Ordnungswidrigkeiten. Denn wahrscheinlich wurden jahrelang Autofahrer geblitzt, die eigentlich gar kein Bußgeld bekommen dürften. Genau das wird nun noch geprüft. Laufende Verfahren werden an das Ordnungsamt zurückgegeben.

An diesen Stellen in Düsseldorf standen die Blitzer:

  • Seestern (Brüsseler Straße / Lütticher Straße
  • am Nordstern (Überfahrt B8/A44)
  • Beckbuschstraße
  • Freiligrathplatz
  • Brehmplatz
  • Herzogstraße / Ecke Corneliusstraße

Zu Unrecht geblitzt: Darum können Autofahrer ihr Geld zurückverlangeniStock

 

Das können Autofahrer tun, wenn sie zu Unrecht geblitzt wurden

Wer in den letzten 14 Tagen an einer der oben aufgeführten Stellen geblitzt wurde, kann Einspruch einlegen - egal, ob das Bußgeld bereits gezahlt wurde oder nicht. Ist die Frist von zwei Wochen abgelaufen, muss man übrigens nicht aufgeben: "Der Betroffene kann ein Gnadengesuch einreichen. Wird ihm Gnade gewährt, bekommt man nicht nur das Bußgeld zurück, sondern auch den entsprechenden Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg erlassen", erklärt Martin Lauppe-Assmann, Düsseldorfer Fachanwalt für Verkehrsrecht gegenüber RP-Online.

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