Polizeibericht E-Roller in München: Über 20 alkoholisierte Fahrer angehalten - pro Tag

In München hat die Polizei am Wochenende insgesamt über 20 Fahrer auf E-Rollern angehalten - und zwar pro Tag. Die Nutzer des Fortbewegungsmittels hatten alle einen erhöhten Promillewert im Blut.

Keine Lust, auf die S-Bahn zu warten, Fahrradfahren ist zu anstrengend, Taxi zu teuer: Also, schnell einen E-Tretroller geschnappt und nach Hause gerollt. So oder ähnlich dachten vielleicht die 20 Münchener, als sie am Wochenende nach ein paar Drinks das umweltschonende (und umstrittene) Fortbewegungsmittel wählten. Vielleicht fanden sie die Idee aber auch einfach nur lustig. 

Das sah die Polizei aber anders: Wie die Polizei in München nach Informationen der Welt berichtet, mussten sie in den letzten Tagen mehr als 20 Fahrer auf E-Scootern stoppen  - und das pro Tag. Dabei stellten die Beamten fest, dass die Nutzer Alkohol im Blut hatten. Der Wert soll bei über einer Promille gelegen haben. Neben betrunkenen E-Roller-Fahrern seien auch mehrfach Rollerbenutzer unter dem Einfluss von illegalen Drogen erwischt worden. 

In Erfurt hielt die Polizei zwei betrunkene mit einem Promille-Wert von jeweils 1,5 und 0,58 an. 

E-Roller: Über 20 alkoholisierte Fahrer von Polizei angehalten
Die Polizei hat in München mehrere betrunkene E-Tretroller-Fahrer angehalten.
Foto: iStock/Symbolbild
 

E-Roller: So viel Promille ist erlaubt

Wer sich auf einem E-Roller durch die Straßen bewegt, darf einen Promillewert von 0,5 nicht überschreiten. "Vermutlich ist es vielen nicht bewusst, aber es gelten für den E-Scooter dieselben Promillegrenzen wie für einen Pkw", teilte die Polizei Erfurt mit. Bei einem Verstoß kann - je nach Promillewert - mindestens ein Bußgeld folgen. 

Seit Zulassung der Tretroller in Deutschland im Juni, hatte es vermehrt Unfälle gegeben. Und auch am Wochenende kam es zu einem Zusammenstoß: Ein 23-Jähriger kollidierte laut der Bild mit einem Polizeiwagen - der stand direkt vor einem Polizeipräsidium. Da der Mann betrunken gewesen sei, sei gegen ihn laut der Zeitung Anzeige erstattet worden. 

Ein anderer Mann - der nüchtern war - rollte mit einem E-Scooter kürzlich in Nordrhein-Westfalen über eine Autobahn. Er hatte keine Lust auf seinen Zug zu warten.

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