Neues VerkehrsmittelE-Scooter: Verletzungsgefahr, Bußgelder - das solltest du bei E-Tretrollern beachten

Seit dem 17. Juni sind E-Scooter in Deutschland mit einigen Auflagen erlaubt. Was du bei der Nutzung der E-Tretroller beachten solltest, um kein Bußgeld zu bezahlen - oder gar einen Unfall zu haben. 

Inhalt
  1. Bußgelder mit E-Scooter: Darauf solltest du achten
  2. Unfallrisiko mit E-Scootern ist hoch
  3. E-Scooter: Diese Regeln sind gesetzlich festgeschrieben

Ab jetzt darf losgerollert werden: In Deutschland sind E-Scooter seit dem 17. Juni zugelassen. Doch schon nach nur einer Woche ist die Bilanz: Ein folgenschwerer Unfall und drohende Bußgelder. Experten glauben, dass die Folgen für die Alternative zu Auto und Fahrrad nicht zu unterschätzen sind.

 

Bußgelder mit E-Scooter: Darauf solltest du achten

Als das neue Gesetz in Kraft getreten ist, ploppten auch schon zahlreiche Angebote für E-Scooter auf. Das Problem: Einige Händler, die die sogenannten Elektrokleinstfahrzeuge verkaufen, bieten diese mit bis zu 30 km/h Geschwindigkeit an - und das ist viel hoch (siehe weiter unten), weshalb sich ein E-Roller-Nutzer strafbar machen und ein Bußgeld bekommen könnte. Zum Teil fehlen die vorgeschriebenen Seitenreflektoren. „Die Verbraucher sollten darüber informiert werden, dass der E-Tretroller auch nach Inkrafttreten der Verordnung nicht legal gefahren werden darf. Es ist nicht in Ordnung, dass sie zuerst nachfragen müssen, ob E-Tretroller überhaupt im öffentlichen Raum genutzt werden können“, sagte Stephanie Weller, Projektreferentin „Energieeffizienter Personenverkehr“ bei der Verbraucherzentrale gegenüber der ,Welt'. 

E-Scooter: Nicht alle E-Tretroller sind zugelassen - das solltest du beachten

E-Scooter rollen über Deutschlands Straßen - mit ein paar Tücken.
Foto: iStock

 

Unfallrisiko mit E-Scootern ist hoch

Neben dem intransparenten Verkauf der E-Tretroller gibt es ein Sicherheitsproblem. So kam es etwa in Hamburg am Tag der Zulassung der E-Scooter zu einem Unfall mit einem nicht zugelassenen E-Tretroller. Eine 25-Jährige fuhr einen Jungen an. Beide wurden leicht verletzt. Schwerer traf es am 23. Juni einen 65-Jährigen in Bad Lippspringe (bei Paderborn), der mit seinem E-Scooter stürzte und sich eine lebensgefährliche Kopfverletzung zuzog. Der Mann, der einen Schutzhelm trug, musste wegen eines Autos stark bremsen.  

"Wir wissen aus internationalen Studien und Daten, dass das Verletzungspotenzial beim E-Scooter-Fahren sehr hoch ist", sagte der Unfallmediziner Christopher Spering von der Universitätsmedizin in Göttingen nach Informationen des ,ZDF'. Der Unfallforscher Brockmann räumte gegenüber des Senders allerdings ein, das man die E-Scooter nicht direkt wieder verbieten könne und mit einem gewissen Maß an Unfällen gerechnet werden müsse: "Wir verbieten ja auch nicht das Fahrradfahren, nur weil es Fahrradunfälle gibt."

E-Tretroller - gefährlich oder praktisch? So war meine Test-Fahrt

 

E-Scooter: Diese Regeln sind gesetzlich festgeschrieben

Um ein Unfall- und Bußgeldrisiko zu vermeiden, solltest nur E-Scooter fahren, die diese Kriterien erfüllen:

  • E-Tretroller dürfen zwischen sechs und 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren
  • Sie müssen eine Lenk- oder Haltestange haben
  • Zwei Bremsen sind Pflicht, sowie Licht und eine helltönende Glocke
  • Seitenreflektoren 
  • Menschen ab 14 Jahren dürfen E-Tretroller fahren
  • Es gibt keine Helmpflicht, jedoch kann ein Schutzhelm lebensrettend sein
  • E-Scooter dürfen nur auf Radwegen fahren. Stehen keine zur Verfügung, darf die Autofahrbahn benutzt werden.  

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