Tödlicher VirusEbola: Kommt das Virus zurück? Der Kongo meldet neue Todesfälle

Ist das Ebolavirus zurück? Die Demokratische Republik Kongo hat bekannt gegeben, dass der gefährliche Ebolavirus erneut ausgebrochen ist. Bereits in zwei Fällen wurde das tödliche Virus nachgewiesen.

Die Demokratische Republik Kongo kämpft abermals gegen den Ebola Virus. Zuletzt berichtete die örtliche Gesundheitsbehördewurde von 21 verdächtigen Fällen mit hämorrhagischem Fieber (also Fieber, das mit Blutungen verbunden ist) und 17 Todesfällen. Da neben Ebola aber auch das Lassa- und das Denguefieber zu den hämorrhagischen Fiebern gehören, müssen erst Laboruntersuchungen abgewartet werden, bevor eine sichere Aussage getroffen werden kann. Doch zwei von bisher fünf schon untersuchten Proben haben den Verdacht auf Ebola bestätigt.

 

Der Kampf gegen Ebola

Das Gesundheitsministerium warnt vor einem „öffentlichen Gesundheitsnotstand mit internationalen Auswirkungen“. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist ebenfalls alarmiert und arbeitet eng mit der Regierung im Kongo zusammen. Am Mittwoch ist ein Expertenteam eingetroffen, das dabei helfen soll, den Ausbruch aufzuhalten. Auch Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen sind vor Ort.

Im der Demokratischen Republik Kongo kommt es immer wieder zu kleineren Ebola-Ausbrüchen, zuletzt im vergangenen Jahr. Damals starben vier Menschen, doch ein nicht offiziell zugelassener Impfstoff konnte den Erreger eindämmen. Der jetzige Ausbruch ist der Neunte, seit das Virus zum ersten Mal im Jahr 1976 nachgewiesen wurde.

 

Was ist das Ebolavirus?

Das Ebola Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es wird von infizierten Tieren auf den Menschen übertragen, aber auch Menschen unter sich können sich gegenseitig anstecken. Das Ebola Virus tritt durch hohes Fieber, Erbrechen, starken Durchfall und innere Blutungen in Erscheinung. Laut der WHO liegt die Sterberate der Infizierten zwischen 25 und 90 Prozent.

Ob dieser Ebola-Ausbruch ähnliche Dimensionen annimmt, wie der große Ausbruch in den Jahren 2014 und 2015, als rund 11.000 Menschen in Afrika an der Infektion starben, lässt sich bisher noch nicht sagen.

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