Lebensmittel-StreitEdeka nimmt Nestlé-Produkte aus dem Sortiment - das ist der Grund

Edeka wird 160 Artikel des Herstellers Nestlé aus seinem Sortiment nehmen. Das Unternehmen möchte so Druck auf die Schweizer Firma ausüben: Edeka hofft, dass Nestlé ihre Produkte günstiger liefert.

Nestlé zählt zu den weltgrößten Konsumgüterkonzernen und erwirtschaftet mit dem 2015 gegründeten Einkaufsverbund Agecore, zu dem auch Edeka gehört, zwei Milliarden Umsatz im Jahr. Wie "Die Lebensmittelzeitung" berichtet, bemängeln Edeka und andere zum Verbund gehörige Unternehmen, wie Intermarché und Coop Schweiz, die hohen Lieferpreise, die Nestlé für ihre Lebensmittel verlangt. Konkurrenten würden billiger von Nestlé beliefert werden, bei Agecore wolle die Firma aber nicht von seinen Preisen abrücken. 

 

Diese Nestlé-Produkte nimmt Edeka aus dem Sortiment

Edeka hat bereits einigen Filialen Listen zukommen lassen, auf denen die 160 Nestlé-Produkte vermerkt sind, die aus dem Sortiment genommen werden sollen:

  • Bübchen (darunter Pflegeöl, Shampoo, Sonnenlotion, Wundschutzcreme und Cremes)
  • Pizza Wagner-Sorten Salami und Hawaii
  • Mineralwasser von San Pellegrino und Vittel
  • Thomy (Mayo, Ketchup, Salatsauce)
  • Maggi (Fertigsuppen und -essen, Würzmischung, Würzflasche)

Die Thomy-Salatsoßen sollen laut des Berichts sogar mit starken Rabatten verramscht werden. Edeka stellt passende Alternativen für die Kunden bereit, während Nestlé durch die Auslistung der Produkte starke Umsatzeinbußungen drohen - ob das Unternehmen einen Schritt auf Edeka zugeht, bleibt jedoch abzuwarten. Denn andere Unternehmen könnten ebenfalls günstigere Konditionen verlangen.

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