BilligfleischEdeka verkauft 1-Euro-Suppenhuhn: Dieses Angebot geht nach hinten los

Muss das wirklich sein, Edeka? Ein ganzes Tier für nur einen Euro – mit diesem Angebot machte sich die Supermarktkette derzeit keine Freunde. So rechtfertigt Edeka das Suppenhuhn zum Billigpreis.

Edeka wird dieses Jahr 111 Jahre alt. Den Geburtstag feiert die Supermarktkette mit wechselnden Angeboten. Aktuell dabei: Ein ganzes Suppenhuhn, das gerade einmal einen Euro kosten soll. Darunter prangt der Edeka-Slogan, der deplatzierter kaum sein könnte. „Wir lieben Lebensmittel!“

Damit trifft der Supermarkt einen Nerv – denn statt auf Feierlaune stößt Edeka auf Entsetzen. Die Facebook-Seite des Unternehmens wird derzeit von einem Shitstorm dominiert. Mehrere Kunden teilen ein Foto des Prospekts, in dem für das 1-Euro-Suppenhuhn geworben wird. Ganze 900 Gramm wiegt das Tier.

„Was ist ein Leben wert?“, fragt eine Kundin offen in die Runde und ist damit nicht allein. Die Kommentare häufen sich.

Immer mehr Kunden solidarisieren sich – mit Billigfleisch, das offensichtlich aus Massentierhaltung stammt, wollen sie nichts zu tun haben. Viele kündigen rigorose Konsequenzen an: Bei Edeka würden sie zukünftig nicht mehr einkaufen.

Mittlerweile hat sich auch Edeka selbst zu Wort gemeldet. Mit dieser Erklärung rechtfertigt der Supermarkt das Angebot:

 

Das 1-Euro-Suppenhuhn sorgt für Aufregung – doch die Reaktionen der Kunden schenken trotzdem Hoffnung. Billigfleisch stößt auf immer weniger Akzeptanz in der Gesellschaft. Für eine gute Qualität und eine artgerechte Tierhaltung greifen Kunden gerne tiefer in die Tasche. Das musste auch Aldi letztes Jahr feststellen. Der Discounter kämpfte ebenfalls mit negativen Reaktionen auf ein Billigfleischangebot – jetzt führte er die Marke „Fair & Gut“ ein.

Um auf dem Markt zu bestehen, müssen sich die Supermärkte an den Bedürfnissen ihrer Kunden anpassen – langfristig kann die Empörung also Gutes bewirken, wenn das Wohl der Tiere wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt wird.

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