GiftraupeEichenprozessionsspinner: Kinder stark verletzt - Regierung in Sachsen-Anhalt handelt

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich vor allem Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen aus. Die giftige Raupe verletzte bereits viele Kinder. Nun handelt die Regierung.

Haarig, stachelig und gefährlich: Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) hüllt derzeit ganze Eichen ein und bilden fußballgroße, weiße Gespinstnester an den Ästen der Bäume. Für den Menschen stellen die Raupen, aus denen sich später Nachtfalter entpuppen, ein großes Problem da. Denn die zwei Zentimeter langen Insekten sind mit 600.000 sogenannten Brennhaaren bedeckt - und die sind giftig. Bei Berührung mit der Haut können sie Augenreizungen, Husten, Hautreaktionen, Fieber oder einen Schock auslösen.

Eichenprozessionsspinner: Kinder stark verletzt - Regierung in Sachsen-Anhalt handeltiStock

 

Kinder verletzt von dem Eichenprozessionsspinner

Weil die Brennhaare so gefährlich sind, kam es bereits zu Schulausfällen in Hessen und Nordrhein-Westfalen, da dort Nester der Raupe am Schulgelände sind. In der Altmark, in Seehausen, kamen viele Kinder mit den Raupen in Kontakt. So etwa die achtjährige Pauline und die knapp einjährige Yara. „Bei uns in der Region herrschen katastrophale Zustände, es gibt bereits mehrere Hundert Verletzte durch den Eichenprozessionsspinner“, sagte Seehausens Bürgermeister Rüdiger Kloth von der CDU. Weil die Lage dort und in anderen Gemeinden so besorgniserregend ist, stellt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff jetzt eine Soforthilfe zur Verfügung: Raupennester werden abgesaugt, damit sie keine Gefahr mehr darstellen können. 

Die Nester sollte man auf keinen Fall selbst entfernen, sondern von Spezialisten beseitigen lassen. Kommt es zu einem Kontakt mit den Brennhaaren sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

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