LebensweisheitenEin Arzt erklärt, was wir von sterbenden Kindern lernen können

Ein Arzt aus Kapstadt berichtete auf Twitter von Begegnungen mit sterbenskranken Kindern. Er befragte sie, was sie in ihrem Leben am meisten genossen haben - von ihren Antworten können wir etwas lernen.

Der Kinderarzt Alastair McAlpine aus Kapstadt sieht täglich Kinder, die dem Tod geweiht sind. Auf Twitter startete er einen Thread, in dem er von seinen rührenden Begegnungen berichtet. "Kinder können sehr weise sein", schreibt er und über 150.000 Nutzer sehen das auch so. Denn das, was die Kinder dem Arzt auf die Frage, was ihnen am meisten Freude bereitet hat im Leben, antworteten, trifft den Nerv unserer Zeit.

Es sind keine Smartphones, TV-Shows oder Facebook-Besuche, die den Kindern Spaß bereiteten - sondern Zeit mit der Familie, den Haustieren, den Spielsachen zu verbringen, ein Buch vorgelesen zu bekommen, im Meer zu baden oder ganz einfach Eis zu essen

  • „Ich liebe Rufus, sein lustiges Bellen hat mich immer zum Lachen gebracht“, erklärte ein Patient dem Arzt. 
  • Ein anderes sagt über seine Katze: „Ich liebe es, wenn Ginny nachts zu mir ins Bett gekrochen ist und geschnurrt hat."
  • "Harry Potter hat mir Mut gegeben", sagte ein Kind. Ein anderes wolle wie Sherlock Holmes sein.  
  • "Im Meer mit den Wellen zu schwimmen war so aufregend für mich."
  • "Mein Vater schneidet immer so lustige Grimassen."
  • "Meine Eltern sind die besten."
  • "Ich liebe es, mit Batman zu spielen."
  • Und: "Alle Kinder lieben Eiscreme", schreibt der Kinderarzt.

„Viele wünschen sich, sie hätten weniger Zeit damit verbracht, darüber zu grübeln, was andere über sie denken und sie schätzten Leute, die sie normal behandelten“, schreibt McAlpine.

Ein Arzt erklärt, was wir von sterbenden Kindern lernen könneniStock

 

Alastair McAlpines Botschaft an uns alle

Basierend auf all den Antworten der Kinder, appelliert Alastair McAlpine an uns: „Seid freundlich. Lest mehr Bücher. Verbringt Zeit mit eurer Familie. Reißt Witze. Geht an den Strand. Knuddelt Euren Hund. Sagt dieser einen Person, dass Ihr sie liebt. Das sind alles Dinge, die diese Kinder gern noch viel öfter getan hätten – ach ja, und Eis essen natürlich!“ 

Vielleicht sollten wir uns an diese Worte erinnern, wenn wir wieder stundenlang mit dem Scrollen durch unsere Social Media-Kanäle verbringen oder Zeit vor dem Fernseher verschenken (und nebenbei im Internet surfen). Das Leben hat einfach mehr zu bieten - und wer wüsste das nicht besser, als diese Kinder, die uns eine andere Perspektive geben?

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