Eine Frau für gewisse Stunden

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Escort-Service

Sie sehen aus wie Models, sprechen zwei Sprachen, sind gebildet und Liebesprofis auf höchstem Niveau. Drei Escort-Damen gewähren erstaunliche Einblicke in ihr geheimes Leben.

Carmen (22) verliebte sich in ihren 13 Jahre älteren Vorgesetzten einer Münchener Kosmetikfirma. Die beiden kündigten, um sich selbstständig zu machen. Doch dann wurde das Geld in der eigenen Kosmetikfirma knapp, und Carmen suchte nach einer neuen Einnahmequelle.

JOY: Wie bist du zum Escort-Service gekommen?Carmen: Vor drei Jahren hat mir eine Freundin erzählt, dass man damit gut verdienen kann. Übers Internet fand ich eine Agentur in Hamburg. Da sie bei Google an erster Stelle stand, nahm ich an, dass es die größte der Branche sei. Also machte ich einen Vorstellungstermin aus und flog dorthin.

Bist du gleich genommen worden?Ja, die Chefin meinte, ich sei gut zu vermitteln. Nach zwei Tagen bekam ich bereits den ersten Auftrag in einem Landhotel bei München. Ein bisschen aufgeregt war ich schon. Der Kunde war ganz nett, circa 45 Jahre. Zuerst lud er mich zum Essen ein, und wir unterhielten uns über seine Familie.

Danach hatten wir auf dem Zimmer ganz normalen Sex . Es hat nur zehn Minuten gedauert und sogar ein bisschen Spaß gemacht. Dafür bekam ich 490 Euro inklusive Anreise. Inzwischen arbeite ich für drei verschiedene Agenturen. Wenn Messe ist, habe ich drei bis sieben Kunden die Woche. Es kann aber auch passieren, dass es nur drei im Monat sind.

Wer war dein nettester Kunde?Ein superreicher Mittvierziger. Als ich in seine Suite in einem Münchener Luxushotel kam, stellte er fest, dass er kein Bargeld hatte. Weil ich nur gegen Vorkasse arbeite, gab er mir einfach seine Bankkarte: „Hol doch beim nächsten Automaten Geld!“ Das habe ich dann gemacht – 390 Euro für normalen Sex. Danach hat mich mein Freund vom Hotel abgeholt.

Sex und Liebe sind zwei verschiedene Dinge

Dein Freund weiß Bescheid? Ja, natürlich. Sex und Liebe sind für mich zwei völlig verschiedene Dinge . Deshalb hat mich der Job auch nicht verändert und deshalb könnte ich mich auch nie in einen Kunden verlieben. Mein Geld spare ich für Anschaffungen wie meinen Führerschein, den ich gerade bestanden habe, und das neue Auto, einen kleinen BMW – alles bar bezahlt.

Wer war denn dein prominentester Kunde?Ein Staatspräsident. Woher sage ich nicht. Denn Diskretion ist in meinem Job das Wichtigste. Mein Freund fuhr mich in das angegebene Hotel nach Augsburg. Dort wurde ich von dem staatlichen Sicherheitsdienst empfangen und bekam die versprochenen 2.000 Euro in die Hand gedrückt. Dafür gab’s Sex mit Kondom. Das Ganze hat nur zehn Minuten gedauert. Und 500 Euro Trinkgeld bekam ich auch noch. Dann schickte er mich weg – total glücklich über den schnellen Sex .

Wirst du nur in Deutschland gebucht?Im letzen Winter hat mich meine Agentur für vier Wochen nach Dubai geschickt. Bei so genannten Castings ordern die Scheichs drei, vier Mädchen ins Hotel, nehmen dann aber nur eine oder zwei. Der Rest wird weggeschickt – ohne Geld.

Und was hast du dort verdient? Ich wurde bei fast allen Castings genommen, hatte vier bis sechs Termine pro Woche für jeweils 600 bis 800 Euro. Damit möchte ich mir eine neue Existenz aufbauen. Denn den Job kann man nicht ewig machen. Nach vier bis fünf Jahren ist Schluss, obwohl’s manchmal auch Spaß macht.

Was die Männer besonders scharf findenWas verlangen die Männer für ihr Geld? Manche wollen gerne zugucken, wie ich es mir selbst mit der Hand oder einem Dildo mache . Besonders scharf finden sie es, wenn ich mir selbst dabei zuschaue, im Spiegel zum Beispiel.

Was war dein schlimmster Kunde?Schlechte Erlebnisse hatte ich eigentlich nie. Manche Kunden langweilen mich oder sind unverschämt. Doch handeln lasse ich nicht mit mir. Wenn mir was nicht passt, gehe ich.

Was machst du nicht?Analsex. Außerdem nie ohne Gummi . Und ins Ausland fliege ich nur, wenn mein Freund mitkommen darf. Ein Kunde hat mich für November nach Goa bestellt. Mein Freund fliegt mit, wohnt im gleichen Hotel. Der Kunde zahlt alles.

Steckbrief Carmen