Solidarität unter MütternEine Mutter bricht am Flughafen weinend zusammen, Fremde eilen ihr zu Hilfe

Hochschwanger zu verreisen ist anstrengend, wenn man dann noch ein trotziges Kleinkind dabei hat, kommen viele Mütter an ihre Grenzen. So erging es auch einer jungen Mutter aus den USA. 

Am Flughafen Los Angeles International Airport ereignete sich vor wenigen Tagen eine Szene, die viele Menschen zu Tränen gerührt hat. Eine schwangere, junge Mutter will mit ihrem 18 Monate alten Sohn von Los Angeles nach Portland fliegen, doch am Gate angekommen, weigert sich der Junge ins Flugzeug zu steigen. Er weint, wirft sich auf den Boden, schreit, seine schwangere Mutter, selbst völlig am Ende, ist mit der Situation total überfordert. Sie setzt sich neben ihren Sohn, legt das Gesicht in die Hände und fängt bitterlich an zu weinen. 

 

Mutter und Kind liegen weinend am Boden

Plötzlich stehen mehrere Frauen auf, sie kennen einander nicht, doch haben alle denselben Gedanken: "Wir wollen helfen!" Die eine Frau kniet sich neben den weinenden Jungen, singt ihm das Kinderlied "Itsy Bitsy Spider" vor, eine andere holt eine Orange aus ihrer Tasche, schält sie für den kleinen, aufgeregten Fluggast, eine andere kramt ein Spielzeug aus ihrer Tasche und gibt es dem Kleinen zu spielen.

Dann kommt eine andere Frau herbei, reicht der weinenden Mama eine Flasche Wasser und schenkt ihr ein verständnisvolles Lächeln. Die fünfte Frau im Bunde hilft ihr, ein paar Snacks für ihren Sohn aus ihrer Tasche zu holen. 

Als sich die schwangere Mutter und ihr Sohn wieder beruhigt haben, helfen die Frauen ihnen auf und geleiten sie bis zur Sicherheitssperre am Gate. Erst als die beiden im Flugzeug verschwunden sind, setzten sich die Frauen wieder hin. 

 

Mütterlicher Instinkt und der Wunsch zu helfen

Autorin Beth Dunnington war eine der Frauen und hat die großartige Geschichte kurze Zeit später auf ihrer Facebook-Seite geteilt. 

"Wir haben nicht lange diskutiert, wie wir helfen können, wir haben es einfach getan. Es war ein wundervoller Moment, den ich niemals vergessen werde", schreibt sie. "Ich bin selbst Mutter von zwei Kindern und ich konnte sie in diesem Moment so gut verstehen." Und die schwangere Mutter wird diesen wunderbaren Frauen sicher auch immer dankbar sein, dass sie nicht lange nachgedacht haben, sie nicht verurteilt haben, sondern ihr in diesem Moment einfach solidarisch zur Seite gestanden haben! 

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