Aktiv in der KriseEltern in der Krise: Wie die Facebook-Gruppe #ElterninderKrise während Corona helfen will

Die öffentliche Facebook-Gruppe #elterninderkrise will denen eine Lobby geben, die in der aktuellen Coronakrise zurückstecken müssen: Eltern von Kitakindern und Grundschülern. Über 7.000 Menschen sind #elterninderkrise allein in der ersten Woche beigetreten.

Inhalt
  1. Facebook-Gruppe #elterninderkrise: Gemeinsam mehr
  2. Konkrete Hilfe, Trost und Aktionen
  3. Facebook, Instagram, Slack: #elterninderkrise online

Eltern stehen seit Beginn der Coronakrise und der Schutzmaßnahmen gegen das potenziell tödliche Virus unter enormen Druck: Mit den Schließungen von Schulen, Kindergärten und Kitas müssen sie den Spagat zwischen 24 Stunden Kinderbetreuung und dem eigenen Job/den eigenen Verpflichtungen schaffen. 
Mitte April beschloss die Bundesregierung erste Lockerungen der Einschränkungen, die unter anderem vorsehen, dass Kinder und Jugendliche, die Abschluss- oder Übertrittsklassen besuchen, das Recht auf Unterricht haben – unter strengen Hygienemaßnahmen, versteht sich. 
Kitas und Kindergärten bleiben weiterhin geschlossen, was viele Eltern von jüngeren Kindern vor immer größer werdende Probleme stellt. Die öffentliche Facebook-Gruppe #elterninderkrise will etwas dagegen tun. 

Coronavirus: Deutschland testet ersten Impfstoff am Menschen

 

Facebook-Gruppe #elterninderkrise: Gemeinsam mehr

Am 17. April 2020 wurde die Gruppe "Eltern Initiativ #elterninderkrise" ins Leben gerufen. Zu den 10 Admins gehört Louisa Löwenstein, die auch auf Instagram für die Facebook-Gruppe Werbung macht: 

Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion einen externen Inhalt von Instagram ausgewählt und an dieser Stelle im Artikel ergänzt. Bevor wir diesen Inhalt anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. durch den Datenschutzmanager. Die Rechtmäßigkeit der bis zum erneuten Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt unberührt.
Ich bin damit einverstanden, dass mir auf dieser Website externe Inhalte angezeigt werden und damit personenbezogene Daten an Drittplattformen sowie in unsichere Drittstaaten übermittelt werden können. Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung .

Auf Facebook umreißt die Gruppe ihre Ziele: "Wir brauchen Lösungen, die sich an der Realität, den Nöten und Bedürfnissen der Familien orientieren. Wir sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft und der Wirtschaft und wir dürfen nicht vergessen werden. Teil des Problems unserer Lobbylosigkeit liegt darin, dass gerade Eltern mit kleinen Kindern weder über viel Zeit noch über viel Geld verfügen. Aber das hält uns nicht auf. Wir haben Passion, wir sind kreativ und wir sind viele. Wir haben Gewicht!"

Wichtig ist den Machern, zu betonen, dass hinter "Eltern Initiativ #elterninderkrise" keine Petition und auch kein Forderungskatalog steckt. "Wir sind keine Experten in Virologie, Bundes- oder Länderhaushaltsfragen, Pädagogen oder Grundrechtler, sondern meist berufstätige Eltern betreuungsbedürftiger Kinder. Daher geben wir auch keine konkreten Handlungsforderungen außerhalb unserer Expertise heraus."

Innerhalb von drei Tagen meldeten sich rund 4.000 Menschen in der Gruppe an. Heute (24. April) hat "Eltern Initiativ #elterninderkrise" bereits 7.285 Mitglieder. 

Corona-Krise: Laut neuen Zahlen droht ein gefährlicher Anstieg!

 

Konkrete Hilfe, Trost und Aktionen

"Wollt ihr nicht was tun anstatt nur zu reden? Wir tun beides", schreiben die Macher der Facebook-Gruppe. Auf "Eltern Initiativ #elterninderkrise" finden Eltern betreuungsbedürftiger Kinder alles, was es zu Zeiten der Coronakrise zu besprechen gibt. 
Zum einen können sie sich online einfach mal den Frust von der Seele schreiben – schließlich ist es okay, wenn die Kinder aktuell mehr Zeit vor dem Fernseher oder dem Tablet verbringen. Zum anderen findet man in der Gruppe Rat zu essenziellen Themen – zum Beispiel zur Frage, wohin man sich wenden kann, um eine Notbetreuung zu beantragen. 
Die ersten Aktionen werden außerdem geplant: Eine legale Versammlung mit einer Teilnehmerzahl von unter 50 Menschen und unter Einhaltung, der aktuell geltenden Abstands- und Masken-Regelungen findet beispielsweise am 25. April ab 16 Uhr vor dem Hessischen Landtag in Wiesbaden statt. 

Wegen Corona-Krise: Lockerungen bei den Elterngeld-Regeln

 

Facebook, Instagram, Slack: #elterninderkrise online

Neben Facebook und Instagram haben die Initiatoren auch eine Gruppe auf Slack gegründet. "Hier können alle, die zur Lösung des Problems beitragen wollen, unter eigener Fahne Gruppen erstellen, in denen Themen diskutiert, Ideen ausgearbeitet oder Projekte auf die Straße gebracht werden", ist online zu lesen. Für den Slack-Kanal gibt es ein eigenes Manual auf Facebook. 

Weiterlesen: 

Kategorien: