Schwere MisshandlungEmsbüren: Junge wird jahrelang gequält – Mutter vor Gericht

Jahrelang soll sie ihren eigenen Sohn gequält haben. Sie schlug ihn und erniedrigte ihn seelisch. Sie zwang ihn sogar Müllsäcke statt Kleidung zu tragen. Nun stehen die Mutter und ihr Partner vor Gericht.

Er wurde geschlagen, erniedrigt und von der Familie isoliert. Seine Mutter soll ihn sogar an den Haaren gepackt und seinen Kopf gegen die Wand geschlagen haben. Dem Jugendamt war die Familie bereits bekannt. Seit 2002 betreute das Amt die Familie, doch vorgegangen ist es gegen die Umstände nicht. Es würde keine begründeten Hinweise auf Kindeswohlgefährdung geben, teilte der zuständige Landkreis Emsland dem „Spiegel“ mit. Letztlich war es die Halbschwester des Jungen, welche die Tat aufdeckte.

 

Er musste sich in Müllsäcke kleiden

Sie stellte heimlich eine Kamera auf und nahm die Übergriffe der Mutter auf ihren Sohn auf. Sie zeigte es einem Mitschüler dessen Vater schließlich Strafanzeige erstattete. „Es handelt sich um einen der schwersten Misshandlungsfälle der vergangenen Jahre“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück zum „Spiegel“. Die Mutter habe ihn geschlagen, seelisch erniedrigt und ihn gezwungen sich bis auf die Unterhose auszuziehen und sich in Müllsäcke zu kleiden. Des Weiteren wurde er von der Familie isoliert. Am gemeinsamen Essen durfte er nicht teilnehmen. Das Badezimmer durfte er nicht nutzen.

Die Mutter steht nun mit ihrem Partner vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage. Der Junge (heute 18) ist derweil aus der Gegend weggezogen. Die weiteren Kinder der Familie wurden in Wohngruppen oder in Pflegefamilien aufgenommen.

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