UmweltErdbeben in Niedersachsen: Hier war es am stärksten

In Niedersachsen hat es am Donnerstagabend ein leichtes Erdbeben der Stärke 3,0 gegeben. Zu Schäden und Verletzten kam es aber glücklicherweise nicht.

Das Erdbeben ereignete sich am Donnerstagabend gegen 17:36 Uhr. Das Zentrum des Bebens lag in Stolzenau einem Ort bei der Gemeinde Uchte im Kreis Nienburg/Weser nicht weit entfernt von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.

Ole Roß von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe war der diensthabende Seismologe an diesem Abend. Er maß auf der Richter-Skala einen Wert von mindestens 3,0. Nach Informationen der Polizei Nienburg lag die Erdbebenstärke vor Ort sogar bei 3,3.

Beben dieser Art können laut Roß bereits zu leichten Gebäudeschäden führen, und als deutlicher Knall oder Donnergrollen wahrgenommen werden. Doch dieses Erdbeben war nur für die Messgeräte spürbar und führte bisher auch zu keinen bei Feuerwehr und Polizei gemeldeten Schäden.

Roß will außerdem in Bezug auf die Erdbebenursache einen Zusammenhang mit der Förderung von Erdgas nicht auszuschließen. Zumindest sei dies auch für frühere Beben in der Region eine denkbare Erklärung.

Nach einer online verfügbaren Übersicht des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover gab es am 22. April 2016 im Landkreis Verden sowie am 19. Dezember 2014 im Landkreis Cloppenburg jeweils ein Beben der Stärke 3,1.

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