Gewalt und AusschreitungenErneute Angriffe auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht

Übergriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Auch an Silvester kam es zu unzähligen Angriffen, die erschüttert haben.

 

Für jeden normalen Menschen wird es wohl unverständlich bleiben, warum es auch in dieser Silvesternacht wieder zu Ausschreitungen gegenüber Polizisten und Rettungskräften kam. Es konnte sogar eine steigende Tendenz an Übergriffen auf Einsatzkräfte festgehalten werden, was insbesondere Politiker und Gewerkschafter aufhorchen lässt. Sie fordern eine konsequente Bestrafung der Täter. 

 

An Silvester werden viele Einsatzkräfte zur Zielscheibe

Dass Sanitäter mit Schusswaffen bedroht werden und Polizisten von Angreifern attackiert werden, kommt immer häufiger vor. Benjamin Jendra, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei geht sogar noch einen Schritt weiter: "Es hat sich in diesem Gebiet in den letzten Jahren zu einem Trendsport entwickelt, Polizisten speziell zu Silvester zu attackieren. Die Intensität dieser Angriffe nimmt zu"

Die Bilanz der Silvesternacht bestätigt genau diesen Eindruck! In Berlin soll es zu acht Angriffen auf Einsatzkräfte und 57 Angriffen auf Einsatzfahrzeuge gekommen sein. Selbst Rettungsdienstpersonal wurde mit Schusswaffen bedroht und Polizisten durch Feuerwerkskörper verletzt. Für Stuttgart, Bremen, Leipzig und Dortmund wurden ähnliche Übergriffe auf Polizisten und Rettungskräfte verzeichnet. Angriffe, die nicht kommentarlos hingenommen werden dürfen, ohne dass die Täter ihre gerechte Strafe erhalten. 
Bereits 2017 verschärfte der Bundestag daher die Strafen für Angriffe auf Rettungskräfte. Es wurde der neue Straftatbestand „Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte“ aufgenommen, der sich nun hoffentlich auszahlen konnte.

 

Entsprechende Urteile sollen Attacken gegen Einsatzkräfte wieder eindämmen

Politiker und Gewerkschafter sind sich einig: „Wer Rettungskräfte attackiert, greift unseren Rechtsstaat und die Demokratie an", so Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) gegenüber der Welt. Straftäter müssten daher die ganze Härte des Gesetzes erfahren. Und auch Bundesjustizminister Heiko Maas erklärte auf Twitter, dass Angriffe auf Rettungskräfte - egal wann, wo und von wem - völlig inakzeptabel seien.

 Auch der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt äußerte sich gegenüber der Welt zu den „inzwischen lebensbedrohlichen Übergriffen“, bei denen in der Silvesternacht gezielt Raketen auf Menschen und Fahrzeuge gerichtet wurden: "Letztlich muss die Justiz mit entsprechenden Urteilen dafür sorgen, dass auch der letzte Verrückte begreift, dass dies kein Spaß ist, sondern hier schwere Gewaltdelikte begangen werden."

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