Steuergesetze Protest gegen Steuer: Amazon stoppt Bauprojekte

Was dürfen sich Großunternehmen alles erlauben? Die US-Stadt Seattle hat eine neue Steuer eingeführt, um die Armut zu reduzieren. Doch Amazon, der größte Arbeitgeber der Stadt, hat gehörig was dagegen und stoppte ein Bauprojekt, von dem über 7000 Jobs abhängen.

In Seattle herrscht Krisenstimmung. Die Stadt will endlich etwas gegen die hohe Obdachlosigkeit und Armut tun, die aufgrund der hohen Wohnungsmieten herrscht. Am 14. Mai 2018 wurde daher eine umstrittene Steuer beschlossen, die die Hilfsmittel finanzieren soll. Die größten Arbeitgeber der Stadt werden in Zukunft etwa 250 Dollar pro Mitarbeiter zahlen müssen.

 

Der größte Arbeitgeber Seattles

Mit über 45.000 lokalen Angestellten ist Amazon der größte Arbeitgeber der Stadt und am stärksten von der neuen Steuer betroffen, aber auch gleichzeitig für die hohen Wohnungsmieten mitverantwortlich. Doch wie die New York Times berichtete, weigert sich Amazon die neue Regelung zu akzeptieren. Das Milliardenunternehmen, das seinen Hauptsitz in Seattle hat, stoppte sogar ein Bauprojekt im Herzen der Stadt und ließ so den Streit eskalieren. Eigentlich sollte ein Büroturm entstehen, der 7000 neue Jobs erschaffen würde.

 

Amazons neue Pläne

Seattles Bürgermeisterin Jenny Durkan zeigt sich besorgt: "Ich bin zutiefst beunruhigt über die Auswirkungen, die diese Entscheidung über eine Reihe von Jobs haben wird." Amazon selbst sagt, es sei aus Seattle herausgewachsen und will prüfen, ob man aufgrund der Steuer noch weitere Arbeitsplätze in der Stadt schaffen wird. Zeitgleich denkt das Unternehmen über ein zweites Hauptquartier in Nordamerika nach und veröffentlichte Pläne für neue Stellen in Vancouver und Boston.

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