Maskierter ÜberfallEssen: Junge schießt auf Mädchen - weil er Geld und einen Nintendo wollte

Drei Jungs zwischen 12 und 13 Jahren aus Essen maskierten sich und überfielen zwei Mädchen (10 und 12). Sie wollten Geld und einen Nintendo. Als sie ihre Beute nicht bekamen, schoss einer der Jungen.

Am Montag überfielen auf einer Essener Parkanlage am Riehlpark in Frohnhausen drei Jungs zwei Mädchen im Alter von zehn und 12 Jahren. Das Trio hatte sich zum Teil weiße Masken über ihre Gesichter gezogen. Laut Polizei Essen forderten die Jungen die "Herausgabe von Bargeld sowie ihren mitgeführten Nintendos." Doch als die beiden Mädchen der Forderung nicht nachgingen, bedrohten die Kinder sie mit Pistolen - glücklicherweise waren es Spielzeugpistolen. "Einer der maskierten Jugendlichen hielt die 10-jährige Essenerin zunächst am Arm fest", heißt es in dem Bericht. "Als diese sich losreißen konnte, schoss der junge Täter ihr hinterher und traf sie im Bereich der rechten Wange."

Essen: Drei Jungs schießen auf ein Mädchen - weil sie Geld und einen Nintendo wollten
Drei Jungs erpressen zwei Mädchen mit einer Spielzeugpistole wegen Geld und eines Nintendos. 
Foto: iStock

Das Mädchen blieb unverletzt. Die beiden Freundinnen flüchteten aus der Parkanlage, eine der Mütter rief die Polizei, als sie von dem Vorfall erfuhr. Die drei minderjährigen Täter konnten aufgrund der guten Beschreibung am Westbahnhof mit ihren Spielzeugpistolen festgenommen werden. Die jungen Räuber wurden zur Polizeistation Rüttenscheid gebracht, "wo sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen den Erziehungsberechtigten übergeben wurden." Die Ermittlungsgruppe Jugend (EG-Jugend) hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Spielzeugpistolen sind nicht ungefährlich 

Zwar sehen Pistolen-Imitate echten Waffen extrem ähnlich, sie sind aber nicht tödlich. Trotzdem können die Kunststoff- und Plastikkugeln in den Attrappen erheblichen Schaden, wie Hautverletzungen und blaue Flecke, verursachen. Der Verkauf in Deutschland von Spielzeugpistolen mit einer Schussstärke von mehr als 0,08 Joule an Minderjährige ist nur in bestimmten Fällen verboten.

Wie hoch die Schussstärke der Pistole der Jungs war, ist unbekannt. Fragt sich, wie die Kinder an die Spielzeugwaffe gelangt sind. 

 

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