ErsthilfeEssen: Mann bricht am Steuer zusammen - alle hupen und drei Essener helfen

In Essen fuhr ein 62-Jähriger an einer Verkehrsampel nicht weiter. Nach Gehupe anderer Autoinsassen halfen ihm drei Menschen - der Mann war an seinem Steuer zusammengebrochen.

Dieser Fall zeigt mal wieder, wie wichtig es ist, nicht nur zuzuschauen, sondern zu helfen: In Essen vor der Kreuzung Kahrstraße und Goethestraße hatte ein 62-jähriger Mann an einer roten Ampel angehalten. Als diese Grün anzeigte, fuhr der Mann jedoch nicht los, da sich sein Gesundheitszustand plötzlich rapide verschlechterte. Mehrere Autofahrer begonnen zu hupen, aber nichts passierte. Bis drei Passanten im Alter von 25, 44 und 49 an der Autoschlange vorbeiliefen und den 62-Jährigen in seinem Wagen entdeckten. Die drei eilten sofort zur Hilfe. Doch die Autotüren des Wagens waren laut Essener Polizei verschlossen, sodass sie eine Scheibe einschlugen. 

Essen: Mann bricht am Steuer zusammen - alle hupen und drei Essener helfen
In Essen hatte ein Mann am Steuer einen Zusammenbruch. Drei Passanten eilten ihm zu Hilfe. 
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Die Passanten riefen einen Notarzt, der den regungslosen und nicht ansprechbaren Mann versorgte und anschließend in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung fuhr. Warum der Autofahrer zusammenbrach, ist unklar. Die drei Helden der Straße haben ihm vielleicht das Leben gerettet.

 

Nur jeder 5. Deutsche traut sich Erste Hilfe-Maßnahmen zu

Erste Hilfe wird selten geleistet. Das Problem: Die meisten Deutschen trauen sie sich nicht zu. Laut des Instituts Toluna im Auftrag der Asklepios-Kliniken würden 22 Prozent einer neuen Umfrage zufolge einen Verletzten bei Atemstillstand beatmen, 21 Prozent eine Blutung stillen und 19 Prozent eine Herzdruckmassage durchführen. "Das Interesse am Thema und die grundsätzliche Bereitschaft zu helfen sind groß, aber das Wissen lückenhaft, und vor lebensrettenden Maßnahmen scheuen viele aus Angst, etwas falsch zu machen, leider zurück", so Alexander Ghanem, leitender Kardiologe der Hamburger Asklepios-Klinik St. Georg zu SpiegelOnline.

Erste Hilfe-Tipp: Wer mit einer Geschwindigkeit von 100 Mal pro Minute etwa fünf Zentimeter tief in den Brustkorb drückt, während der Notarzt unterwegs ist, kann eigentlich nichts falsch machen.

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