Familie im KrankenhausEssen Uniklinik: Kinder brauchen nach Pilzvergiftung neue Leber

Ein Vater und seine drei Kinder aus Frankfurt haben Grüne Knollenblätterpilze gegessen - zwei der Kinder schweben in Lebensgefahr und brauchen eine neue Leber.

Viele Pilzarten, die in unseren Wäldern wachsen, sind gifitg. Das mussten jetzt ein Vater und seine drei Kinder schmerzlich erfahren. Die Familie aus Frankfurt hatte Grüne Knollenblätterpilze zu sich genommen. Der Pilz gehört hierzulande zu den giftigsten Arten. Er ist für 90 Prozent der Pilzvergiftungen mit Todesfolge verantwortlich, weil sein starkes Gift Amanit schon in kleinen Mengen tödlich ist und die Leber angreift. 

 

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Zwei Kinder brauchen eine neue Leber

Zwei der Kinder seien laut Radio Essen in einem lebensbedrohlichen Zustand und brauchen eine neue Leber. In der Essener Uniklinik, die als führendes Zentrum für Transplantationen gilt, kämpfen Ärzte nun um das Leben der drei Kinder und ihren Vater. 

Das Gesundheitsamt warnt „eindringlich vor dem Verzehr von Pilzen, sofern diese nicht durch ausgewiesene Pilzkenner eindeutig bestimmt sind." Der Pilzsachverständige Dieter Gewalt erklärte der Frankfurter Neuen Presse: „Es gibt mehrere Hundert essbare Pilzarten, aber auch mehrere Hundert Arten, die leicht giftig, aber nicht tödlich sind. Rund ein Dutzend Arten hingegen sind tödlich. Wir erleben immer wieder, dass Menschen alles mitnehmen, was ihnen unter die Augen kommt. Das ist äußerst gefährlich."

Grüne Knollenblätterpilz seien laut Gewalt derzeit vor allem in Eichenwäldern zu finden.

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