VorschlagEU-Parlament diskutiert: Ist das der Ruin für Rewe und Edeka?

Für den einen Segen, für den anderen ein Fluch. Dem EU-Parlament liegt derzeit ein Vorschlag vor, der Edeka und Rewe in den Ruin treiben könnte.

Eine neue EU-Richtlinie soll Bauern vor unfairen Handelspraktiken schützen. Der Vorschlag liegt derzeit dem Parlament vor und soll diskutiert werden. Hierbei soll der Zusammenschluss von Einkaufsgemeinschaften im Einzel- und Großhandel verboten werden, wie die „Welt“ berichtet. Das könnte zur Zerschlagung von Edeka und Rewe führen.

 

Verträge müssen selbst geschlossen werden, der Preis steigt

So können die selbstständigen Kaufleute, dessen Namen unter dem Supermarkt-Logo stehen, selbst bestimmen, welche Lebensmittel in ihren Regalen stehen. Der Rest wird aber bisher durch das Sortiment von Produkten aus dem Großeinkauf der Zentrale ergänzt. Sollte das Vorhaben durchgesetzt werden, könnten die selbstständigen Kaufleute von Edeka und Rewe nicht mehr den Großhandel über den Konzern nutzen. Verträge müssten mit Händlern künftig selbstständig geschlossen werden. Das würde zum Preisanstieg führen.

 

Angriff auf den Lebensmittelhandel

Aufgrund des Vorhabens reagieren die Supermarktketten mit Verärgerung: „Der Vorschlag kommt einem Generalabgriff auf den mittelständischen Lebensmittelhandel gleich“, sagt Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), der „Welt“. „Diese ideologische EU-Regulierung kann den Lebensmittelhandel bis ins Mark treffen.“  Das Verbot geht, laut der „Welt“, auf CSU-Europaabgeordneten Albert Deß zurück. Dieser versucht sich zu erklären. Gemeint seien internationale Zusammenschlüsse, wie Agecore, dem neben Edeka auch Coop (Schweiz) und Intermaché (Frankreich) angehören.

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