Es ist noch nicht vorbeiExtrem-Wetter wegen Sabine: 2 Tote, Stromausfälle und Sturmflut droht!

Sturmtief "Sabine" sorgt in ganz Deutschland für Chaos. Nun droht gebietsweise auch noch eine Sturmflut.

Sabine sorgt für Chaos: 2 Tote, Stromausfälle und Sturmflut droht!
Auch über Frankfurt fegte Sturmtief Sabine hinweg.
Foto: Thomas Lohnes/Getty Images
Inhalt
  1. Sturmflut an der Nordsee
  2. Umgestürzte Bäume & Bahnverkehr lahmgelegt
  3. Sabine fegt vom Norden in den Süden - kein Strom
  4. Europa: Tote infolge des Orkansturms Sabine

Umgestürzte Bäume, Zug- und Flugausfälle, Auffahrunfälle, umgeknickte Äste und die Feuerwehr ist im Dauereinsatz: Im Norden hat Sturmtief "Sabine" bereits für ungemütliche Stunden gesorgt, bevor es weiter Richtung Süden gezogen ist und dort gerade für Chaos sorgt. Das Unwetter verlief in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg weniger schlimm als befürchtet. Nach Informationen des NDR gab es vor allem Sachschäden und einige Leichtverletzte. Doch eine Sturmflut wird jetzt an der Nordseeküste erwartet.

 

Sturmflut an der Nordsee

Für die Nordseeküste gilt eine Sturmflut-Warnung. So werden an der ostfriesischen Küste heute Nachmittag-Hochwasser bzw. das Abend-Hochwasser von etwa 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser erwartet. Im Weser- und Elbegebiet und an der nordfriesischen Küste könnte 2 bis 2,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten. Der Hamburger Fischmarkt wird könnte ebenfalls überflutet werden, denn es werden 4,5 Meter über Null erwartet. 

Überall im Norden gelten zudem Warnungen vor dem Betreten von Wäldern und Parks.

 

Umgestürzte Bäume & Bahnverkehr lahmgelegt

Sabine fegt fröhlich über Deutschland - und die Geduld von Pendlern und Reisenden wird mit allerlei Verspätungen und Ausfällen im Flug- und Bahnverkehr auf die Probe gestellt. Fernreisende mussten die Nacht in bereitgestellten Zügen auf Bahnhöfen verbringen oder haben ein Hotelzimmer-Gutschein bekommen. 

Im Hamburger Stadtteil Blankenese stürzte eine Kastanie in ein Einfamilienhaus; in Lurup brach ein 15 Meter hoher Baum ab und fiel auf ein Haus. Verletzt wurde niemand. 

Für den Norden gibt es nach der stürmischen Nacht nun aber Entwarnung: Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr in Norddeutschland wieder aufgenommen, nachdem dieser komplett zum Erliegen gekommen war. Trotzdem können noch Fahrten vereinzelt ausfallen. "Das Schlimmste ist aber erstmal vorüber", sagte Bahnsprecherin Franziska Hentschke NDR Info.

Sabine sorgt für Chaos: 2 Tote, Stromausfälle und Sturmflut droht!
Auch über Frankfurt fegte Sturmtief Sabine hinweg. 
Foto: Thomas Lohnes/Getty Images
 

Sabine fegt vom Norden in den Süden - kein Strom

Der Süden sitzt allerdings noch mitten im Orkan fest. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h, es gilt eine Warnstufe 4 bis mindestens zum Nachmittag. Strom- und Schulausfälle sind die Folge, der Bahnverkehr ist eingeschränkt und zum Teil komplett eingestellt. "Der Fernverkehr der Deutschen Bahn wird in Bayern und Baden-Württemberg sukzessive wieder aufgenommen, wenn gesichert ist, dass die Strecken frei befahrbar sind. Es kann allerdings weiterhin zu Zug- oder Haltausfällen kommen", schreib die Deutsche Bahn auf seiner Website. Die S-Bahn in München hat den Betrieb zum Teil wieder aufgenommen.

Am Flughafen in München wurden bisher über Hunderte Flüge gestrichen. Vereinzelt müssen die Bewohner von Bayerns Hauptstadt gerade ohne Strom auskommen. So gibt es laut Stadtwerke „Störungen, vor allem im Stadtrandbereich“. 

 

Europa: Tote infolge des Orkansturms Sabine

Nicht nur in Deutschland wütet Sabine, auch in anderen Teilen Europas sorgt der Sturm für Chaos - und leider für Tote. So sind bisher vier Menschen gestorben:

  • Auf einer Autobahn im Südwesten Londons starb ein Mann, als sein Auto von einem entwurzelten Baum getroffen wurde.
  • In Polen starben Mutter und Tochter durch ein herunterstürzendes Dach. Es wurde von 100 km/h schnellen Windböen vom Gebäude gerissen.
  • In Südschweden starb ein Mann, weil sein Boot kenterte. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt weiterhin vor den starken Sturm, der voraussichtlich erst am Mittwoch nachlassen wird.

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