BetrugsmascheFacebook-Virus: Links über den Messenger verschickt

Über den Facebook-Messenger wird gerade ein Virus verschickt– das Tückische: Die Links stammen von den eigenen Freunden. Wie schütze ich mich?

Inhalt
  1. Wie schütze ich mich vor dem Virus?
  2. Was tun, wenn ich selbst von dem Facebook-Virus betroffen bin?
  3. Warnung: Falsches Sicherheitszentrum

„Hast du das schon gesehen?“

Fast täglich verschicken wir heutzutage Links – zu Facebookbeiträgen, Spruchbildern oder witzigen Videos, die wir mit unseren Freunden teilen möchten.  Umso leichtsinniger klickt man auf Verlinkungen, insbesondere wenn sie von direkten Freunden stammen.

Genau diese Gewohnheit haben Betrüger durchschaut und ausgenutzt. Aktuell kursiert ein tückischer Virus auf Facebook. Dabei werden schädliche Links über den Facebook-Messenger verschickt. Die besondere Gefahr an der Masche: Die Links werden von Freunden verschickt und ähneln dabei dem normalen Austausch.

Der Nutzer bekommt eine Nachricht mit den Worten „Du Video?“, einem netten Zwinkersmiley und einem Link dazu. Wer diesen jedoch anklickt, wird nicht zu einem Video geleitet, sondern zur vermeintlichen Startseite von Facebook. Die ist allerdings nicht echt, sondern nachgebaut. Wer seine Daten eingibt, übermittelt Nutzername und Passwort direkt zu den Betrügern – die daraufhin vollen Zugriff auf das Facebook-Konto haben. Über die Links kann auch Schadsoftware direkt auf das Gerät gelangen.

Mittlerweile haben die Verbreiter den Virus sogar noch einmal optimiert. Statt einzelner Worte erscheinen ganze Sätze, in denen Personen häufig sogar mit Namen angesprochen werden:

So fies verbreitet sich der neue Virus.
So fies verbreitet sich der neue Virus im Messenger. 
Foto: Redaktion / privat
 

Wie schütze ich mich vor dem Virus?

Momentan ist besondere Vorsicht gefragt. Öffne keine Links von Freunden, wenn du nicht weißt, worum es sich handelt. Frage lieber einmal nach, ob die Nachricht bewusst verschickt wurde. Auf diese Weise erfährt dein Facebook-Freund vielleicht gerade erst, dass sein Konto gehackt wurde.

Logge dich niemals auf einer Internetseite ein, auf die du weitergeleitet wurdest, oder wenn du dir nicht sicher bist, dass es sich um das Original handelt. Ein Hinweis gibt hierbei oftmals die URL.

 

Was tun, wenn ich selbst von dem Facebook-Virus betroffen bin?

Melde dich auf allen Geräten von Facebook ab und ändere dein Passwort, falls es noch nicht zu spät ist. Du solltest Facebook über den Betrug informieren, das Unternehmen hilft dir dabei, deinen Account wieder freizuschalten.

Überprüfe das Gerät, auf dem du den Virus-Link geöffnet hast, auf Schadsoftware. Dafür kannst du eine Anti-Spyware-App installieren, die das Gerät auf Phishing-Software scannt und diese wenn möglich auch entfernt – oder dir Hilfe aufzeigt, wie du weiter vorgehst.

 

Warnung: Falsches Sicherheitszentrum

Es kursiert momentan eine weitere Warnung zu einem vermeintlichen Sicherheitszentrum von Facebook, hinter dem ein Phishing-Versuch steckt. 

Betrüger haben eine eigene Seite namens „Sicherheitszentrum“ erstellt, auf der Nutzer verlinkt werden. Ihnen wird daraufhin angedroht, das Profil aufgrund ungewöhnlicher Aktivitäten zu löschen, wenn sie sich nicht anmelden.

Folgt man dem Link, gelangt man ebenfalls auf eine Login-Seite, die der von Facebook zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch hier hilft die URL weiter – an ihr kann man meist erkennen, dass es sich nicht um die Original-Facebook-Seite handelt.

Die Warnung des vermeintlichen „Sicherheitszentrums“ sollte daher einfach ignoriert und keinesfalls befolgt werden.

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(ww4)

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