Risiko zur WeihnachtszeitFake-Shops: So entlarvst du Online-Abzocker

Vorsicht vor Fake-Shops: Gerade zur Weihnachtszeit fallen immer mehr Menschen auf Online-Abzocker rein. Hier erfährst du, worauf du achten musst.
 

Inhalt
  1. Was ist ein Fake-Shop?
  2. Woran erkenne ich einen Fake-Shop?
  3. Was tun, wenn ich bei einem Fake-Shop eingekauft habe? 

Wer die Menschenmassen in den Innenstädten umgehen und zudem ein wenig Geld sparen will, shoppt gerade zur Weihnachtszeit gerne im Internet. Klar, das ist dank der Lieferung nach Hause und den vielen attraktiven Angeboten auch mehr als nachvollziehbar. Doch Vorsicht: Bevor du online zuschlägst, solltest du sicherstellen, keinem Fake-Shop auf den Leim zu gehen! Wir helfen bei der Orientierung. 

 

Was ist ein Fake-Shop?

Laut dem Statistischen Bundesamt sind 77 % der 65 Millionen regelmäßigen Internetnutzer*innen ab 10 Jahren Online-Käufer. Das heißt, dass rund 50 Millionen Kunden in Deutschland per Klick kaufen. Am beliebtesten sind dabei Kleidung und Schuhe (67 %), gefolgt von Möbeln, Spielzeug und anderen Gebrauchsgütern (52 %), Urlaubsunterkünften (42 %), Eintrittskarten (41 %) sowie Büchern und Zeitschriften (40 %).
Während viele dieser Käufe über legale Online-Shops passieren, gibt es immer wieder Internetseiten, die von Kriminellen betrieben werden. Diese Fake-Shops sehen herkömmlichen Betreiberseiten oft zum Verwechseln ähnlich – nur dass der Käufer seine Ware nie erhält und so um das von ihm bezahlte Geld betrogen wird

 

Woran erkenne ich einen Fake-Shop?

1. Eine seltsame Webadresse
Der erste Hinweis findet sich bereits in der Webadresse: Ist die Domain an sich schon seltsam, solltest du gewarnt sein. Achte beispielsweise darauf, ob die Adresse mit den angebotenen Waren übereinstimmt – wenn du zum Beispiel Schuhe bestellen willst, die URL aber Kinderspielzeug enthält, riecht das nach Online-Abzocke. 

2. Ein zu gutes Angebot
So sehr wir alle Schnäppchen lieben: Ist das Angebot zu gut, lass die Finger davon. "Wenn die Ware ungewöhnlich günstig angeboten wird, sollte man skeptisch werden", warnt Michèle Scherer, Expertin Digitale Welt bei der Verbraucherzentrale Brandenburg, in einem Infoartikel auf "Tagesschau.de". 

3. Welche Zahlungsmöglichkeiten werden angeboten?
Ein vertrauenswürdiger Shop bietet immer mehrere Zahlungsmöglichkeiten – darunter auch solche mit Käuferschutz, beispielsweise PayPal. Wird ausschließlich Vorkasse angeboten, ist das kein sicheres Zeichen.

4. Kann der Verkäufer eindeutig identifiziert werden?
Bevor du einem vermeintlichen Schnäppchen verfällst, checke das Impressum des Online-Shops. Wird dort eindeutig angegeben, wer den Shop betreibt? Perfekt. Fehlen aber Informationen, wie die Adresse oder die Telefonnummer des Shop-Betreibers, ist Vorsicht angesagt. 

5. Gibt es eine Datenschutzerklärung?
Ein Blick in die Datenschutzerklärung ist oft mehr als aufschlussreich: Ist diese zum Beispiel in schlechtem Deutsch formuliert oder unvollständig, könnte es sich um einen Fake-Shop handeln. 

6. Wie steht es mit dem Widerrufsrecht?
Wer betrügt, der kann den geprellten Kunden natürlich kein Rückgaberecht einräumen. In der Regel hat jeder Käufer das Recht, die Ware innerhalb von 14 Tagen zurückzugeben. Gibt es diese Möglichkeit in einem bestimmten Shop nicht oder nur eingeschränkt, ist das ein Warnsignal. 

7. Gütesiegel
In der Welt des World Wide Webs haben sich Gütesiegel etabliert. Ein vertrauenswürdiger Online-Shop kann beispielsweise das Zertifikat der "Trusted Shops" tragen. Diese Gütesiegel können aber natürlich auch gefälscht werden. Oft entlarvt ein Klick auf das Zeichen selbst: Wirst du nicht zur Seite des Siegel-Betreibers weitergeleitet, surfst du wahrscheinlich gerade in einem Fake-Shop

Hier findest du eine Liste der bisher bekannten Fake-Shops.

 

Was tun, wenn ich bei einem Fake-Shop eingekauft habe? 

Wird dir bewusst, dass du bei einem Fake-Shop eingekauft hast, dann setze dich umgehend mit deiner Bank in Verbindung: Wenige Stunden nach einer Bestellung kann man dort die Zahlung noch rückgängig machen. 
Außerdem solltest du (bei jedem Kauf) sämtliche Unterlagen sammeln – das umschließt auch Bestellbestätigungen per E-Mail. 
Zu guter Letzt kannst du – weil es sich bei dem Vorgang um Betrug handelt – eine Strafanzeige bei der Polizei stellen. Die Verbraucherzentrale berät in diesen Fällen

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