Corona-Schutz

FFP2-Masken: Neue Studie enthüllt große Überraschung!

Im Kampf gegen Corona sind FFP2-Masken nicht nur wesentlich effektiver als gedacht. Eine neue Studie enthüllt mehrere überraschende Fakten zum Maskentragen. Alles was du jetzt darüber wissen musst!

FFP2-Masken
FFP2-Masken: So wichtig sind sie wirklich Foto: iStock/Thomas Stockhausen

FFP2-Masken drücken das Infektionsrisiko in geschlossenen Räumen auf nahezu 0 Prozent – und das ist nicht der einzige überraschende Fakt, den eine neue Studie des Max-Planck-Instituts hervorgebracht hat.

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FFP2-Masken: Ansteckungsgefahr in Innenräumen bei 0,1 Prozent

Die Forscher*innen des Max-Planck-Instituts berechneten das Corona-Infektionsrisiko in Innenräumen in unterschiedlichen Situationen und verglichen verschiedene Schutz-Maßnahmen miteinander. Ihre Ergebnisse sind eindeutig und untermauern einmal mehr, wie wichtig das Tragen einer FFP2- oder auch KN95-Maske ist.

Ausgangspunkt der Berechnungen war folgendes Szenario: Zwei Menschen unterhalten sich in einem Innenraum, der eine ist mit Corona infiziert, der andere nicht.

Tragen beide Personen in diesem Szenario FFP2-Masken, dann liegt das Infektionsrisiko auch nach 20 Minuten Gespräch auf kurze Distanz bei niedrigen 0,1 Prozent. Ist eine der beiden Personen geimpft, sinkt die Ansteckungsgefahr sogar noch weiter.

Masken deutlich effektiver als Social Distancing

Dieses phänomenale Ergebnis erzielt Social Distancing – also Abstand halten – noch nicht einmal annähernd. Ganz im Gegenteil.

Geht man wieder vom selben Szenario aus, aber beide Personen tragen bei ihrem Gespräch keine Maske und halten stattdessen drei Meter Abstand, steigt die Ansteckungswahrscheinlichkeit schon nach wenigen Minuten auf 90 Prozent.

"Wir hätten nicht gedacht, dass es bei mehreren Metern Distanz so schnell geht, bis man aus der Atemluft eines Virusträgers die infektiöse Dosis aufnimmt", kommentiert Eberhard Bodenschatz, Direktor des Max-Planck-Instituts, dieses Ergebnis.

Da aber im Alltag meistens sowieso nur 1,5 Meter Abstand gehalten werden, ist Social Distancing ohne Mund-Nasen-Schutz mit Blick das Infektionsrisiko nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Zum Vergleich: Tragen im selben Szenario beide Personen eine medizinische Maske, erreicht das Infektionsrisiko nach einer Stunde Gespräch etwa 30 Prozent. Bei FFP-Masken liegt die Ansteckungswahrscheinlichkeit nach einer Stunde sprechen bei minimalen 0,4 Prozent.

Neue Studie ist "konservativ berechnet"

Das Team um Institutsdirektor Eberhard Bodenschatz bezog für seine Berechnungen mehrere Faktoren mit ein. Kombiniert wurden unter anderem die unterschiedlichen Größen von Aerosolen (Luftpartikel, die Menschen beim Sprechen/Atmen ausstoßen), die Physik beim Atmen, unterschiedliche Maskentypen und das Risiko des Einatmens von Coronaviren.

Eberhard Bodenschatz betonte, dass die Ergebnisse der Studie nicht geschönt seien. Im Gegenteil habe man die Berechnungen extrem konservativ angesetzt, um die Risiken im Zweifelsfall eher zu hoch als zu niedrig einzuschätzen. "Wenn unter diesen Bedingungen sogar das größte theoretische Risiko klein ist, ist man unter realen Bedingungen auf der ganz sicheren Seite", so Bodenschatz.

Die Studie kannst du auf der Homepage der Max-Planck-Gesellschaft nachlesen.

Fazit: Masken schützen vor einer Ansteckung

Seit längerem ist bekannt, dass die aktuell grassierende Delta-Variante viel ansteckender ist als der Originalstamm des Virus. Forscher*innen fanden heraus, dass die Viruslast bei Delta circa 1.000 mal höher liegt – das macht sie so extrem ansteckend.

Umso wichtiger sind die Ergebnisse der aktuellen Studie des Max-Planck-Instituts. Die Wissenschaftler*innen betonten: "Wir kommen zu dem Schluss, dass das Tragen der richtigen Maske einen ausgezeichneten Schutz für andere und sich selbst bietet. Dadurch wird Social Distancing weniger wichtig."

FFP2-Masken richtig tragen

Zu den größten Überraschungen der Studie gehört die Tatsache, dass das Infektionsrisiko auch mit einer nicht perfekt sitzenden Maske deutlich reduziert wird.

Ausgehend vom selben Szenario – eine infizierte und eine nicht infizieret Person unterhalten sich in einem Raum – liegt das Ansteckungsrisiko bei schlecht sitzenden FFP2-Masken bei 4 Prozent. Natürlich ist das höher als die 0,1 Prozent bei perfekt sitzenden Masken, aber immer noch deutlich niedriger als die 90 Prozent Ansteckungsgefahr bei Social Distancing ohne Maske. Dicht abschließende FFP2-Masken schützen auch rund 75 mal besser als gut sitzende medizinische Masken.

Wie man eine FFP2-Maske richtig trägt, zeigt das Max-Planck-Institut in einem anschaulichen Erklärvideo auf Twitter:

FFP2-Masken in Deutschland: Von nichtig zu wichtig

FFP2-Masken hatten einen eher holprigen Start in der Corona-Pandemie. Anfang 2020, als das Coronavirus seinen Weg nach Deutschland fand und für erste COVID-19-Infektionen sorgte, wurde ein Mund-Nasen-Schutz (viel zu) lange für unwichtig erklärt. Später rieten Wissenschaftler*innen und Politik zu sogenannten Alltagsmasken, die nicht mehr als ein Stück Stoff über Mund und Nase waren.

Die neue Studie des Max-Planck-Instituts unterstreicht jetzt einmal mehr, wie effektiv FFP2-Masken vor einer Ansteckung schützen.

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Artikelbild & Social Media: iStock/Thomas Stockhausen

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