Fernzüge-AnbieterFlixtrain bringt mehr Züge auf die Gleise - Konkurrenz für die Deutsche Bahn

Vor drei Monaten begann der Flixtrain-Fernverkehr. Nun kündigte das Unternehmen an, die Fahrpläne weiter auszubauen. Die Resonanz sei groß - und eine Konkurrenz für die Deutsche Bahn. 

Schnell und günstig mit dem Zug reisen - das ist das Motto der Flixtrains. Die Tickets gibt es bereits ab 9,99 Euro, die Geschwindigkeit genauso hoch wie ein IC und ICE der Deutschen Bahn. Genau die dürften langsam unter Druck geraten, denn Flixtrain kündigte nach Einführung vor drei Monaten nun an, das Angebot an Fernzügen zu verdoppeln. "Drei Monate nach Einführung ist die Resonanz auf Flixtrain überwältigend", erklärte Geschäftsführer André Schwämmlein in einer Pressemitteilung. "Wir rechnen damit, dass wir unser bisher gestecktes Ziel von 500.000 Zuggästen bis Ende des Jahres noch deutlich übertreffen können.

Flixtrain bringt mehr Züge auf die Gleise - Konkurrenz für die Deutsche BahnGetty Images/ Morris MacMatzen

 

Diese Flixtrain-Strecken fahren bald zwei Mal täglich

Ab dem 21. Juni soll die Strecke Stuttgart-Frankfurt-Hannover-Berlin bis zu zwei Mal täglich fahren, ab dem 19. Juli folgt dann die Strecke Hamburg-Osnabrück-Essen-Düsseldorf-Köln. Zudem sollen - sofern dem stattgegeben wird - ab Mitte Dezember auch Flixtrains zwischen Berlin und Köln sowie Berlin und München fahren. Und noch eine Neuerung gibt es: Fahrgäste können ab Juli Sitzplätze reservieren. Dies war zuvor nicht möglich. Wer am Fenster sitzen will, zahlt dann 3,99 Euro. Alle übrigen Plätze kosten 3,49 Euro. Bei der Deutschen Bahn zahlen Reisende für eine Sitzplatzreservierung in der 2. Klasse 4,50 Euro.

 

Starke Konkurrenz für die Deutsche Bahn: Die Flixtrains

Nach den erfolgreichen Flixbussen war es nur eine Frage der Zeit, bis das Münchener Unternehmen sein Angebot auf den Zugfernverkehr ausweitet. Für die Deutsche Bahn stellen die grünen Waggons eine Konkurrenz dar, jedoch auch bisher die Einzige. Vor allem jüngere Leute werden von den günstigen Tickets angesprochen, die online und teilweise an Bahnhofsstationen gekauft werden können. Durchschnittlich 70 Prozent der Sitzplätze seien laut Flixtrain-Geschäftsführer Schwämmlein belegt - mehr, als in den Zügen des IC und ICE.

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