Innere Blutungen Forscher warnen: Warum Aspirin gesunden Menschen mehr schadet als nützt

Aspirin ist ein Volksmedikament gegen Schmerzen – und kann innere Blutungen verursachen. Nun warnen Forscher vor dem Medikament. Die Folgen fallen gravierender aus als bisher vermutet.

„Hast du mal eine Aspirin?“, ist ein Satz, den man im alltäglichen Leben häufig hört. Ob Kopfschmerzen oder Kater, Aspirin gilt als einfache Lösung für vielerlei Alltagsbeschwerden. Die enthaltene Acetylsalicylsäure wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und blutverdünnend. Letzteres ist zwar in manchen Fällen die gewünschte Wirkung, nun jedoch der Grund, wieso Forscher eine Warnung aussprechen.

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Aufgrund der blutverdünnenden Eigenschaften sollte Aspirin beispielsweise nicht bei Magengeschwüren angewandt werden. Doch auch für gesunde Menschen stellt die blutverdünnende Wirkung ein weitaus größeres Risiko dar, als bisher vermutet wurde. Das ist das Ergebnis einer groß angelegten Studie des britischen Kings College.

Forscher untersuchten die Folgen täglicher Aspirin-Einnahme über einen längeren Zeitraum anhand von mehr als 164.000 Probanden. Ihr Fazit: Für gesunde Menschen kann Aspirin mehr Risiken als Nutzen bergen.

 

Herzinfarkt oder innere Blutung?

Viele Menschen nehmen täglich niedrigdosierte Aspirin zur Vorbeugung von Herzinfarkten ein. Tatsächlich kann die blutverdünnende Wirkung das Risiko für Herzkreislauferkrankungen in Zusammenhang mit Blutgerinnseln senken. Für Menschen mit Vorerkrankungen kann die Dauereinnahme daher durchaus sinnvoll sein. Die Nebenwirkungen wurden jedoch unterschätzt, weshalb sich Forscher alarmiert zeigen.

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Denn auch gesunde Menschen greifen leichtfertig zu Aspirin, im Glauben, ihrem Herzen etwas Gutes zu tun oder Schmerzen zu stillen. Tatsächlich scheint es aber so zu sein, dass die Nebenwirkungen überwiegen. Das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, sank der Studie nach um 11 Prozent. Zugleich erhöhte sich jedoch das Risiko für innere Blutungen um 43 Prozent!

Gesunde Menschen sollten somit von der präventiven Einnahme von Aspirin absehen. Grundsätzlich sollte jede Medikamenteneinnahme bestenfalls mit einem Arzt abgesprochen werden. Feststeht: Auch frei verkäufliche Medikamente können gefährlich sein. Denn wo Wirkung ist, ist meist auch Nebenwirkung.

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