ProzessFrankfurt: Tochter bezieht jahrelang Rente toter Mutter

In Frankfurt wird ein abstruser Fall vor Gericht verhandelt. Eine Tochter hat jahrelang die Rente ihrer Mutter kassiert – insgesamt 75.000 Euro – obwohl diese bereits tot war.

Es ist eine makabere Vorstellung. Während ihre Mutter bereits jahrelang tot war, ließ die Tochter alles so aussehen, als wäre die Verstorbene noch am Leben. Der Grund: Sie kassierte heimlich die Rente ein.

Die Zahlungen der Witwenrente liefen nach dem Tod der Mutter knapp zehn Jahre weiter, so dass die 57-Jährige über 75.000 Euro ansparte. Jetzt flog der Schwindel auf und die Tochter muss sich vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten. Ihr werden Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen.

Wieso flog der Tod all die Jahre nicht auf? Die 57-Jährige hatte die Todesmeldung bei der Rentenstelle schlichtweg unter den Tisch fallen lassen. Stattdessen soll die Tochter sogar die Unterschrift ihrer toten Mutter gefälscht haben, um ihren Gesundheitsausweis zu verlängern.

2006 war die Mutter verstorben – erste Ende 2015 wurden Mitarbeiter der Rentenversicherung misstrauisch. Der Schwindel flog auf. Über zwei Jahre später wird der Prozess nun Ende März verhandelt.

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