Eine widerliche Tat!Franziska R. wurde gefangen gehalten und vergewaltigt: Mutter und Stiefvater schweigen beim Prozessauftakt in Cottbus

Wird der mehrfach vergewaltigten Franziska R. Gerechtigkeit zuteil? Beim Prozessauftakt in Cottbus schweigen sowohl Mutter als auch Stiefvater. 
 

Inhalt
  1. Franziska R.: Über 90 Mal vergewaltigt
  2. Das macht den Fall so abscheulich
  3. Franziska R. wurde ihrer Mutter schon 2009 weggenommen

Prozessauftakt in einem der schrecklichsten Missbrauchsfälle Deutschlands: Franziska R. wurde monatelang von ihrer eigenen Mutter und deren Verlobten gefangen gehalten und immer wieder vergewaltigt. Die Horror-Eltern schweigen bisher vor Gericht. 

 

Franziska R.: Über 90 Mal vergewaltigt

Monika R. (52) und ihr Verlobter Uwe P. (47) stehen wegen sexuellem Missbrauch in über 90 Fällen und wegen Kindesentziehung vor dem Cottbuser Landgericht. Von Oktober 2017 bis März 2018 haben sie Monikas heute 14-jährige Tochter Franziska gefangen gehalten und immer wieder und wieder missbraucht. Die Minderjährige hatte zuvor in einem Cottbuser Kinderheim gelebt und ihre Eltern regelmäßig besucht. 
Die Anklage beschreibt, dass Uwe P. das Mädchen habe schwängern wollen. Er soll abwechselnd mit ihr und ihrer Mutter Sex gehabt haben. "Meine Tochter wollte das. (...) Wir hatten auch Sex zu dritt", soll Monika R. gegenüber einem 'Bild'-Reporter gesagt haben.
Beim Prozessauftakt am Dienstag [11. Dezember] schwiegen beide Angeklagte. RTL-Reporterin Chris Linke berichtet aus dem Gerichtssaal, dass Uwe P. bei der Anklageverlesung "sehr angespannt" gewirkt habe. Monika R. hingegen habe den Augenkontakt zu ihrem Ex-Partner gesucht, ihn angelächelt.

 

Das macht den Fall so abscheulich

Das Leid der Franziska R. ist deswegen so schwer zu fassen, weil der Fall unter ganz anderen Vorzeichen bekannt geworden war. Nach dem Verschwinden des zu diesem Zeitpunkt 12-jährigen Mädchens am 5. Oktober 2017 spielten Monika R. und Uwe P. nämlich die besorgten Eltern, die ihr Kind wiederfinden wollten. Im Dezember 2017 ließen sie sich sogar von der 'Bild'-Zeitung besuchen und sich mit sorgenvollen Gesichtern auf der heimischen Couch fotografieren. Sie zeigten den Journalisten einen Brief, den Franziska angeblich geschrieben hatte. "Liebe Mama und Papa, ich bin abgehauen, weil ich es nicht mehr aushalte, im Heim zu sein … Zu euch geht es leider nicht, weil dann die Polizei kommt", war darin zu lesen. 
Schnell hegten die Behörden den Verdacht, Franziska R. werde von ihrer eigenen Mutter gefangen gehalten, doch auch mehrfache Wohnungsdurchsuchungen blieben erfolglos. Bis das Mädchen im März 2018 doch in der Wohnung der Mutter gefunden wurde. Wie sich herausstellte, hielten Monika R. und Uwe P. das Kind in einem verschließbaren Schrank einer leerstehenden Wohnung neben der der Mutter gefangen. Um sie unkenntlich zu machen, hatten die Horror-Eltern dem Mädchen die Haare geschnitten und rot gefärbt

 

Franziska R. wurde ihrer Mutter schon 2009 weggenommen

Je mehr man über Franziska R. erfährt, desto dramatischer wird das Bild. Denn das Martyrium der Kleinen fing nicht erst mit ihrer Entführung an. Schon 2009 wurden sie und ihre inzwischen zehnjährige Schwester vom Jugendamt aus der Familie genommen. Grund dafür war damals die Alkoholsucht ihres leiblichen Vaters, dessen Name nicht bekannt ist. 
Momentan lebt Franziska R. bei einer Pflegefamilie und verweigert (noch) die Aussage gegen ihre Mutter. Kontakt zu Monika R. hat sie allerdings nicht. Ihre Anwältin Claudia Napieralski sagte gegenüber der Presse: "Es geht Franziska gut. Sie lebt wie ein normaler Teenager, geht wie die meisten Jugendlichen auch nicht allzu gerne zur Schule."
Der nächste Prozesstermin ist für den 17. Dezember angesetzt. Franziska R. kann aussagen, muss aber nicht. Sollte sie es tun, wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen. 

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