LebensgeschichteFrau kämpfte sich aus Drogensucht zurück ins Leben

"Ich war ein Monster in jeglicher Hinsicht!" Eine junge Frau (26) teilt Fotos aus ihrer Suchtzeit im Social Web und feiert damit ihre vierjährige Abstinenz.

Frau kämpfte sich aus Drogensucht zurück ins Leben
Dejah Hall in ihrer Hochphase als Drogensüchtige. Eine abgemagerte, junge Frau, die völlig am Ende ihrer Kräfte war.
Foto: Facebook // Dejah Hall

Eine 26-jährige Frau hat die Horroreffekte einer Drogensucht öffentlich gemacht, indem sie persönliche Vorher-Nachher-Fotos auf Social Media-Kanälen geteilt hat.

Dejah Hall aus Arizona teilte augenöffnende Bilder aus ihrer Zeit als Drogensüchtige im Internet, um zu feiern, dass sie nun bereits vier Jahre "clean" ist und keine Crystal Meth und Heroin mehr konsumiert. 

Facebook // Dejah Hall

Daily Mail gegenüber erklärte Hall, dass ihre Sucht bereits mit der Einnahme von Schmerztabletten im Alter von 17 Jahren begann. "Ich war mit einem Freund feiern und nahm das erste Mal eine Pille, weil ich Stress und Probleme Zuhause hatte und von diesem Moment an, ging alles nur noch bergab", wie sie sagt.

"Ich nahm jeden Tag ungefähr sechs verschreibungspflichtige Pillen ein, bevor ich im Alter von 20 Jahren an einen Punkt kam, an dem ich einfach nur noch von den Drogen loskommen wollte."

Hall ging in eine Methadonklinik, um die Sucht zu bekämpfen, aber verpasste aufgrund des Todes der Mutter eines guten Freundes drei Tage des Programms. "Ich stand ihr sehr nah und ich wollte bei der Beerdingung dabei sein, weshalb ich die Tage verpasste - etwas, was man nicht tun sollte. Ich wurde aus der Klink geworfen und entschloss mich für den kalten Entzug, weil ich dachte, es wäre okay", erklärt sie.

Facebook // Dejah Hall

"Der Entzug war schrecklich und nach acht Tagen wurde ich köerplich schwach - ich konnte meine Händ nicht mehr bewegen und war wie gelähmt. Ich musste mich ständig übergeben."

Hall, deren Familie sich immer mehr distanzierte, berichtet, dass alles nur noch schlimmer wurde als ein Freund sie davon überzeugte das erste Mal Heroin zu nehmen.

"Ich fühlte mich total übel und erinnerte mich, dass er Heroin rauchte. Ich sagte ihm, dass das widerlich sei und es aufhören muss, aber er sagte mir, dass ich nur einen Zug nehmen sollte, um die Entzugserscheinungen zu lindern", berichtet Hall.

Facebook // Dejah Hall

"Die Sucht trat wieder hervor und ich sagte, dass ich nur einen Zug nehmen würde, aber ich konnte einfach nicht genug bekommen. Beim zweiten Zug verliebte ich mich wieder in das Gefühl "high" zu sein. Es war betäubend."

"Ich konnte einfach nicht aufhören. Alles was ich wollte, war mich zu betäuben. Ich wollte es so sehr, dass alles andere egal wurde. Jede Minute wollte ich einfach nur "high" sein."

Hall versank in den Tiefen der Heroinsucht, bevor sie wenig später mit Crystal Meth weitermachte. Um sich von schmerzhaften Erinnerungen zu befreien, stüzte Hall immer tiefer in die Sucht ab und umgab sich mit Menschen, die ähnliche Empfindungen hegten.

Dejah Halls Message in den sozialen MedienFacebook // Dejah Hall

"Ich war in jeder Hinsicht ein Monster. Es war mir egal, wen ich verletzte - mich kümmerte nichts mehr. Ich hatte niemanden, keine Familie mehr an diesem Punkt", erklärt Hall. "Als ich anfing mir Heroin auch zu injizieren, war mir bereits egal, ob ich lebte oder sterben würde."

"Ich wusste, wie gefährlich es war, aber ich hatte angefangen Drogen zu verkaufen und irgendwann kümmerte mich auch das nicht mehr. Ich spritze mir mehrmals am Tag Heroin und schlief oft für Tage am Ende."

Von April bis Dezember 2012 injizierte sich Hall Heroin und Crystal Meth.

"Ich brachte mich selbst um. Ich war extrem dünn als ich nur noch 43 Kilo wog, aber ich dachte immer noch, dass ich schön aussehen würde. Das was es, was mir die Drogen suggerierten, aber Du bist auf dem Zeug nicht schön", sagt Hall. "Ich steckte in einem Zyklus fest. ich war so ekelhaft und dünn und wenn ich heute zurückblicke, verbindet mich mit dieser Person von damals einfach nichts mehr."

"Während dieser Zeit fühlte ich mich wie Superman. ich fühlte mich unbesiegbar. Aber ich hasste, wer ich warund ich hasste es, wie unzufrieden ich mit mir war."

Hall verfiel der Sucht immer mehr und fühlte sich in einem nie endenen Teufelskreis gefangen. Die Wende kam im Dezember 2012 als Hall ihren Großvater besuchte.

"Es war der Geburtstag von meinem Großvater. Als ich ihn sah, ging ich sofort zu ihm, um ihn zu umarmen und ihm zu sagen, dass ich ihn liebe und es mir gut ging", erinnert sich Hall. "Er saß in seinem Rollstuhl und sagte, dass ich ihm sehr verletzte."

"Vor meiner Sucht, war ich sehr viel für ihn da und nach all den Drogen hatte ich mich von ihm entfernt. Das war einer meiner größten Fehler!"

Facebook // Dejah Hall

Hall lief ins Bad, um zu weinen und erinnert sich, dass sie plötzlich das Monster im Spiegel sah, dass die Drogen aus ihr gemacht hatten. 

"Ich war angeekelt von der Person, die ich war und brach zusammen. Ich betete und sagte zu Gott: 'Ich weiß nicht, ob es Dich wirklich gibt, aber ich brauche Dich jetzt, um mich zu retten!'", erinnert sie die junge Frau.

"Ich ging wieder raus zu meinen Großvater und wir machten ein paar Fotos und ich sagte ihm 'Mach Dir keine Sorgen, denn mit mir wieder wieder alles in Ordnung kommen.'"

Wenig später wurde Hall für den Besitz von gefährlichen Drogen und Utensilien verhaftet.

"Ich war entsetzt, als ich verhaftet wurde. Ein Teil von mir wollte aufhören, aber die süchtige Seite flüsterte mir zu: 'Ich bin noch nicht, dass alles geht viel zu schnell!'", sagte sie.

Zwei Wochen später, an dem Tag, an dem Hall berichtet wurde, dass sie ins Gefängnis gehen muss, erfuhr sie, dass ihr Großvater verstorben war.

"Meine kleine Schwester sagte mir, dass es ihm nicht gut geht, aber wir haben telefoniert, bevor er starb und ich sagte ihm, ich würde nie wieder Drogen anfassen, ich versprach ihm, dass ich es nicht tun würde. Es war ein sehr schwieriges Gespräch", sagte sie.

"Ich beendete den kalten Entzug im Knast. Ich hatte die Wahl - auch im Gefängnis kommt man an Drogen -, aber ich war fertig mit der Sucht."

Hall, die nun vier Jahre nüchtern ist, teilt ihre Verwandlungsbilder, um die vier Jahre der Nüchternheit und ihr neues Leben zu feiern.

Facebook // Dejah Hall

"Es war ein Weg für mich zu sagen: 'Ich habe es geschafft!'. Auf den oberen Fotos war ich ein schlimmer Heroin-Junkie, aber ich dachte, ich sei sexy und wunderschön. Heute sehe ich auf diesen Fotos eine gebrochene Person, die aufgegeben hat ", sagte sie. "Jetzt habe ich Gott in meinem Leben und eine kleine Tochter, die mir einfach alles bedeutet."

"Ich werde Pfarrerin und wünsche mir eines Tages meine eigene Kirche zu haben", berichtet sie stolz.

Hall hat auch wieder eine gute Beziehung zu ihrer Familie, sie leben jetzt wieder zu 100% in einem Leben.

"Ich brauche diese Drogen nicht mehr. Ich hänge nicht mehr mit diesen Leuten ab", sagte sie.

Hall nutzt ihren neuem viralen Status, um ihren Rat mit Leuten zu teilen, die in einer ähnlichen Situation sind, wie sie es damals war und auch Probleme mit ihren Familienmitgliedern haben.

"Geben Sie nicht auf und kämpfen Sie für ihre Nüchternheit. Es ist so wichtig, um Hilfe zu bitten. Die Leute können Ihre Gedanken nicht lesen", sagte sie. "Familiäre Unterstützung ist lebenswichtig für einen Süchtigen und es ist wichtig für Familienmitglieder zu wissen, dass Sie sie trotzdem lieben. Ich fühlte mich, als hätte ich das nicht getan."

"Ich fühle mich geehrt, dass meine Geschichte Menschen erreicht und ich bin offen für Menschen, die mich kontaktieren wollen, wenn sie Hilfe brauchen."

Wenn Du selber oder jemand aus Deinem Familien- oder Bekanntenkreis Probleme mit Drogen hat, kannst du Dich an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wenden. Dort werden Dir Beratungsstellen in deinem nähren Umfeld genannt.

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