MütterFrauenmilchbank: An dieser Klinik können Frauen Muttermilch spenden

Die Uniklinik Halle richtet als erste Klinik eine Frauenmilchbank ein. Babys, deren Mütter nicht stillen können, werden hier mit Milch versorgt.

Es ist eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt für Babys: Muttermilch. Babys, die gestillt wurden, entwickeln in der Regel später weniger Allergien und Infektionen, die Entwicklung wird unterstützt, und die Babys werden mit allen essenziellen Nährstoffen versorgt.

Doch nicht jeder Mutter ist es jedoch möglich, zu stillen. Mal lässt der Milcheinschuss auf sich warten, oder aber die Muttermilch enthält Krankheitserreger. In diesem Fall wäre es doch praktisch, einfach fremde Muttermilch füttern zu können, oder? 

 

Klinik-Station für Muttermilch-Spende

Diese Möglichkeit besteht nun tatsächlich an der Uniklink Halle. In der Klinik wurde eine Station eingerichtet, in der Muttermilch gespendet werden kann. Vergleichbare Stationen gab es schon vor rund hundert Jahren, doch in den 70er bis 90er Jahren wurden die sogenannten 'Milchbanken' deutschlandweit wieder geschlossen. Aktuell gibt es in Deutschland rund 15 bis 20 Frauenmilchbanken, die meisten davon im Osten Deutschlands. 

 

Frauenmilchspende ähnelt der Blutspende

Der Ablauf der Frauenmilchspende gleicht dem der Blutspende. Spenderinnen werden zunächst auf Krankheiten untersucht, um eine größtmögliche Sicherheit der gespendeten Milch zu gewähren. Spenden kann jede Frau, die gesund ist und genügend Milch produziert. Die Spende erfolgt unentgeldlich, die gespendete Frauenmilch wird besonders zur Versorgung Frühgeborener eingesetzt.

"Wir sind allen Müttern für ihre Spende sehr dankbar", sagt PD Dr. Roland Haase, Direktor der Universitätsklink und Leiter der Abteilung für Neontoolgie und Kinderintensivmedizin.

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