TierschutzFünffacher Nachwuchs bei deutschen Wildkatzen: So niedlich kann Tierschutz sein

Sie sehen zwar aus wie niedliche Hauskatzen, sind aber um einiges gefährlicher. Zudem sichern diese Katzenbabys den Bestand einer fast schon ausgestorbenen Art: Wildkatzen.

Gleich fünf kleine Wildkatzen sind im Wildkatzengehege in Bad Harzburg geboren worden. Neben vier Katern, die alle nach deutschen Kaisern benannt wurden (Karl, Heinrich, Friedrich und Otto) und der Katzenmutter Clarence sichern die fünf Wildkatzenbabys den Artbestand im Gehege.

 

Tier des Jahres 2018

Die Deutsche Wildtierstiftung kürte die Wildkatze zum Tier des Jahres 2018. Mit dieser Auszeichnung soll jedes Jahr eine bedrohte Tierart in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Die europäische Wildkatze gehört zu den stark gefährdeten Arten in Deutschand. Noch vor 200 Jahren konnte man sie in ganz Deutschland entdecken, doch dann wurde sie als „Fressfeind“ beinah ausgerottet. Das Naturschutzprojekt „Wildkatzensprung“ sorgt für den Bestand und seine Fortführung. Inzwischen soll die Population in Deutschland laut der Stiftung wieder zwischen 5000 und 7000 Tieren liegen.

 

Wildkatzen und Hauskatzen

Die Wildkatze ist kaum von einer gewöhnlichen Hauskatze zu unterscheiden, obwohl sie eine eigenständige Art ist. Wildkatzen werden etwa sieben bis zehn Jahre alt und haben ein grau-gelb getigertes Fell, einen buschigen Schwanz mit zwei bis drei schwarzen Ringen, grüne Augen und eine rosa Nase. Zudem verfügen sie über eine kompaktere Figur, um sich in der Wildnis besser behaupten zu können, denn sie sind reine Waldbewohner. Von hier aus erholen sie sich langsam und erobern sich ihre ehemaligen Lebensräume zurück. Daran werden sicher auch die fünf Wildkatzenbabys bald ihren Anteil haben.

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