Teuer und aufwendigFusionstrend: Volks- und Raiffeisenbanken werden weniger

Der Trend zu Fusionen wird immer größer. Zahlreiche Banken schließen sich zusammen, wodurch diese jedoch immer rarer werden – neben den Sparkassen nun auch die Volks- und Raiffeisenbanken. Der Grund für die zahlreichen Fusionierungen: Steigende Kosten und Regulierungsaufwand.

1970 waren es in Westdeutschland noch 7096 Volks- und Raiffeisenbanken. Das ist heute schon lange nicht mehr so. 2017 waren es nur noch 915 Volks- und Raiffeisenbanken. Auch die Anzahl der Sparkassen geht zurück. Grund hierfür sei der immer weiter steigende Fusionstrend, der steigendem Kostendruck und dem Regulierungsaufwand entgegenwirken soll. Die „Bild“ schreibt von einem „Bankensterben“. Experten sehen diesen Trend jedoch kritisch. „Die regionalen Banken kennen ihren Markt und ihre Kunden ganz genau. Wenn die ihre Regionalverankerung verlieren, wird’s gefährlich“, sagt der Inhaber des Lehrstuhls für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen an der Universität Hohenheim Hans-Peter Burghof.

 

Weitere Fusionen sind im Gespräch

Anders sieht es bei der Deutschen Bank und der Commerzbank aus. Auch diese zwei großen Banken sprachen bereits über eine Fusion, jedoch blieb es bisher bei einem Gespräch darüber – zumindest vorerst. Für eine Fusion sei es zu früh, beide Banken müssten erstmal intern aufräumen, schreibt das „Handelsblatt“ im September. Ganz vom Tisch sei die Fusion damit nicht.

 

Meinungen sind zwiegespalten

Während das „Handelsblatt“ also vom Zusammenschluss als „Zukunftsmusik“ schreibt, spricht die „Bild“ von einem „Bankensterben“. Besonders auf dem Land werden die Banken rar. Die Branche selbst sieht die Fusionen jedoch nicht so kritisch. „Die Volks- und Raiffeisenbanken sind nach wie vor sehr nah an ihren Kunden“, sagt Jürgen Gros vom Genossenschaftsverband Bayern in einer Pressemitteilung der Deutschen Presseagentur. „Im europäischen Vergleich haben wir in Deutschland eine sehr hohe Beratungsdichte mit einem Bankmitarbeiter auf 131 Einwohner. Der europäische Durchschnitt liegt bei 174 Einwohner.“

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