ServicegebührGeld abheben kostet: Diese Banken führen eine Gebühr ein

Wer in Zukunft Geld an einem Automaten abheben möchte, muss eventuell mit einer Gebühr von bis zu 15 Euro rechnen. Wir sagen dir, welche Banken das betrifft. 

Deutschland ist ein Bargeld-Land. Wir haben immer ein paar Scheine in der Tasche. Laut einer Studie der Bundesbank zum "Zahlungsverhalten in Deutschland 2017" haben wir durchschnittlich 107 Euro im Portemonnaie. Etwa 74 Prozent zahlen ihre Einkäufe Bar. Nun müssen einige Kunden mit einer Zusatzgebühr rechnen, wenn sie sich an einem Geldautomaten Scheine ziehen. Das gilt allerdings nur für geringe Beträge unter 50 Euro. 

 

Bei diesen Banken zahlst du drauf

Zwei Direktbanken fordern in Zukunft eine monatliche Servicegebühr: Die ING Diba verlangt 10 Euro, wenn man einen Betrag von unter 50 Euro abheben möchte, aber mehr Geld auf dem Konto hat. „Kleinstbetrags-Option“ nennt sich die Gebühr. Die DKB verlangt für die „Mini-Bargeld-Option“ 15 Euro. Grund dafür ist laut Chip.de die Wartung der Bankautomaten sowie der Transport des Bargelds.

Wie Chip.de außerdem berichtet, vermuten Verbraucherschützer, dass immer mehr Banken ab 2019 eine Servicegebühr verlangen werden. „Vor allem die Abhebe-Abonnements für Kleinstbeträge sind nicht nur unangemessen hoch, sondern auch äußerst bedenklich“, sagt Kerstin Schultz, Teamleiterin Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Sachsen gegenüber Bild.de. „Verbraucher müssen sich ihre Freiheit im Umgang mit Bargeld so teuer erkaufen.“ Einige Sparkassen führten bereits Anfang 2017 eine Gebühr für das Abheben von Bargeld ein.

Im Juni 2018 wurde bekannt, dass die DKB, die ING Diba und Comdirect einen Mindestbetrag ab 50 Euro aufwärts einführen (hier kannst du den ganzen Artikel dazu lesen). Eine Sprecherin der ING-Diba sagte der Süddeutschen.de dazu: "Wir haben das Limit aus Kostengründen nach oben gesetzt, da uns jede Abhebung Geld kostet, unabhängig von der Höhe des abgehobenen Betrags."

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