Behörde warntGesundheitsgefahr: Giftiges Blei und Cadmium in Modeschmuck

Modeschmuck ist günstig, aber oft durch Schwermetalle belastet. Eine aktuelle Untersuchung kam zu einem erschreckenden Ergebnis.

Ketten, Ohrringe, Ringe können wir etwa aus Silber oder Gold kaufen. Das kostet, weshalb wir gerne mal auf günstigen Modeschmuck zurückgreifen. Eine Untersuchung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat nun aber ergeben, dass sich gesundheitsgefährdende Schwermetalle in den Schmuckstücken befanden.

 

Zu viel Schwermetalle in unserem Modeschmuck

So wurde in jedem achten Schmuckstück, das überwiegend aus China stammt, eine zu hohe Menge an Blei und Cadmium gefunden. Der zuverlässige Grenzwert wurde überschritten. In einigen Schmuckstücken wurde sogar ausschließlich Schwermetall entdeckt. Die Grenzwerte für Schmuckwaren liegen für Cadmium bei 0,01 Prozent und für Blei bei 0,05 Prozent. 

Kommt unsere Haut mit diesen Schwermetallen in Kontakt, kann das Folgen haben. "Die langfristige Aufnahme hoher Schwermetallmengen kann zu gesundheitlichen Problemen führen", schreibt das Bundesamts. Und die sind nicht unbedenklich, denn Blei kann das Nervensystem schädigen und zu Unfruchtbarkeit führen. Cadmium lagert sich in den Organen (vor allem Nieren und Leber) und den Knochen ab und gilt zudem als krebserregend.

Giftiges Blei und Cadmium in Modeschmuck
Zu viel Modeschmuck, vor allem aus China, enthält gesundheitsschädigende Schwermetalle.
Foto: iStock/utkamandarinka
 

Modeschmuck kaufen: Darauf solltest du achten

Wenn du das nächste Mal Modeschmuck kaufst, solltest du auf ein Detail auf der Verpackung achten. In der Europäischen Union trägt eine in der EU ansässige Firma die Verantwortung für ein Produkt und muss auf der Produktverpackung namentlich genannt werden. Stammt das Produkt nicht aus EU-Herstellung, muss der EU-Importeur seine EU-Adresse auf der Verpackung angeben. "Fehlt diese Angabe, entspricht das Produkt nicht den rechtlichen Anforderungen der Europäischen Union", so das Bundesamt. Davon solltest du dann also lieber die Finger lassen.

Verbraucher sollten laut Bundesamt ihren Schmuck - und vor allem den für Kinder - bei einem Händler ihres Vertrauens oder in einem Fachgeschäft kaufen. "Besonders gefährlich wird es, wenn Kinder solche belasteten Schmuckanhänger oder Ketten beim Spielen in den Mund nehmen, an ihnen lecken, lutschen oder auch verschlucken." 

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