Einfach nur ekelhaftGewaltvideos kursieren über WhatsApp an Schulen: Ministerin in Schleswig-Holstein erstattet Strafanzeige

An einigen Schulen in Schleswig-Holstein machen derzeit Gewaltvideos über WhatsApp die Runde. Das Gezeigte ist so schlimm, dass Bildungsministerin Karin Prien Strafanzeige gegen Unbekannt stellte. 
 

Inhalt
  1. Morbide Fakenachricht begleitet die Gewaltvideos
  2. Entschlossene Reaktion: Bildungsministerin Karin Prien stellt Strafanzeige
  3. Brennpunkt Schule: WhatsApp bringt neuen Ärger

Das ist Flüsterpost 2.0, aber auf die schlimmstmögliche Weise: An vier Schulen in Bad Oldesloe, Kreis Stormarn, Schleswig-Holstein, gehen derzeit schreckliche Gewaltvideos rum, wie unter anderem 'Welt.de' berichtet. In den drei Clips sollen Kleinkinder schwerst misshandelt werden: Nach Angaben des Ratzeburger Polizeisprechers Holger Meier wird eines der Kinder, das auf ein Alter von gerade sechs Monaten geschätzt wird, beispielsweise bis zur Atemnot gewürgt

 

Morbide Fakenachricht begleitet die Gewaltvideos

Die Gewaltvideos werden über den Kurznachrichtendienst WhatsApp, teilweise aber auch im Messenger verschickt. Woher sie kommen, konnte bisher nicht ermittelt werden. Begleitet werden die ekelhaften Aufnahmen von einer Sprachnachricht, in der "davon die Rede ist, dass das Video zu Aufklärungszwecken weiter verbreitet werden solle", bestätigt Meier und betont: "Davor können wir nur warnen. Auch das Verbreiten von Gewaltdarstellungen ist strafbar."
Der Fall erinnert an den Skandal aus Vechta: Dort war vor ein paar Tagen bekannt geworden, dass Schüler ein Enthauptungsvideo in ihrer Klassen-WhatsApp-Gruppe geteilt hatten. 

 

Entschlossene Reaktion: Bildungsministerin Karin Prien stellt Strafanzeige

Die CDU-Politikerin Karin Prien (53), Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schleswig-Holstein, hat als Reaktion auf die Gewaltvideos nun Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. "Wir schöpfen die rechtsstaatlichen Möglichkeiten aus, um denjenigen, die solchen menschenverachtenden Schund in Umlauf bringen, zu fassen zu kriegen", sagte sie laut 'Bild.de'. 

 

Brennpunkt Schule: WhatsApp bringt neuen Ärger

Erst vor Kurzem rastete ein Siebenjähriger an einer Hamburger Grundschule dermaßen aus, dass sich die attackierte Lehrerin gezwungen sah, die Polizei zu rufen. Und auch der Fall aus Witten, bei dem ein Erstklässler eine Pistole im Schulranzen mit zum Unterricht brachte, sorgte für Aufsehen.   
Doch genauso häufig sind nicht die Schüler direkt das Problem, sondern die Inhalte, die sie über WhatsApp erhalten und teilen. Man denke an den Grusel-Kettenbrief "Momo", der seit Monaten für Angst und Schrecken sorgt. Im Oktober löste ein Junge mit "Momo" sogar unbeabsichtigt einen Polizeieinsatz aus. Er hatte einen Screenshot des Kettenbriefs in seinem WhatsApp-Status gepostet, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Stattdessen kam die (unbegründete) Sorge auf, er wolle sich etwas antun
 

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