UmstrukturierungGibt es Arbeitslosengeld bald an der Supermarkt-Kasse?

Das Jobcenter will die Auszahlung von Arbeitslosengeld vereinfachen – Empfänger sollen ihr Geld bald an der Kasse im Supermarkt erhalten.

Unbürokratisch und schnell sind zwei Adjektive, die bei Behördengängen eher selten fallen. Das soll sich jetzt ändern. Das Jobcenter plant eine Umstrukturierung der Auszahlung von Arbeitslosengeld. Für einen unkomplizierten Vorgang kommen nun Supermärkte mit ins Spiel.

In dringenden Fällen erhalten Empfänger einen Vorschuss, den sie bisher an Kassenautomaten in der Arbeitsagentur oder im Jobcenter abholen können. Das soll zukünftig einfacher werden: Genehmigte Beiträge sollen auch an der Kasse von Supermärkten ausgezahlt werden.  

Das könnte schon im nächsten Jahr Gang und Gäbe werden: Die Umstellung ist für das zweite Quartal 2018 angesetzt. Nicht nur die Supermärkte Rewe, Penny und Real machen mit, auch Drogerien wie dm und Rossmann sind dabei.

Zum Vergleich: Bisher existieren deutschlandweit lediglich rund 300 Automaten, das Arbeitslosengeld soll zukünftig in 8000 Geschäften ausgezahlt werden. Das neue Verfahren bietet auch für die Empfänger eine Lösung, die kein eigenes Konto besitzen.

Wie funktioniert die Bargeldauszahlung? Empfänger von Arbeitslosengeld erhalten einen Barcode, der an der Kasse teilnehmender Geschäfte gescannt werden kann. Daraufhin wird das Bargeld direkt ausgezahlt. Die Möglichkeit einer Überweisung oder Ausstellung eines Schecks bleibt daneben weiterhin bestehen.

Damit will die Bundesagentur für Arbeit nicht nur den Arbeitslosen entgegen kommen, es steckt auch ein finanzieller Aspekt dahinter: Mit dem Abbau der Automaten sollen Kosten gespart werden.

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(ww4)

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