Die kleinen Rauben sind hochgiftigGiftige Eichenprozessionsspinner: Autobahn gesperrt & Schulen geräumt

Die Eichenprozessionsspinner geistern wieder durch die Gegend und sorgen in Deutschland für Unruhe. In Hamburg wurde wegen der giftigen Raupen eine Autobahn gesperrt und in Baden-Württemberg mussten zwei Schulen evakuiert werden.

Die Eichenprozessionsspinner mit ihren giftigen Härchen krabbeln wieder durch Deutschland. Die kleinen Raupen schlüpfen Anfang Mai und haben kleine Härchen, die von innen hohl sind. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das für Tiere und auch Menschen gefährlich ist und sogar tödlich sein kann.

 

Eichenprozessionsspinner: Autobahn in Hamburg gesperrt

Diesen Frühling haben die Eichenprozessionsspinner in Hamburg gemütlich gemacht. Im Südosten der Hafenstadt wurde jetzt sogar ein Autobahnabschnitt wegen der kleinen Raupen gesperrt. Hier sind aktuell Schädlingsbekämpfer mit Bioziden unterwegs, um die Raupenplage einzudämmen. Bis zum Samstag (25. Mai) bleiben daher laut der Verkehrsbehörde folgende Straßen nachts zwischen 22 Uhr und fünf Uhr gesperrt: Die Zubringer von der A1 auf die A25 in Richtung Geesthacht am Dreieck Hamburg-Südost und die Zubringer von der A255 stadtauswärts in Richtung Lübeck und Hannover am Dreieck Hamburg-Süd. Umleitungen sind aber ausgeschildert.

 

Zwei Schulen geräumt - Kinder im Krankenhaus

Auch im Süden Deutschlands krabbeln die Eichenprozessionsspinner umher und verteilen ihre giftigen Härchen. In Baden-Württemberg mussten gleich zwei Schulen innerhalb weniger Tage geschlossen und geräumt werden. In Bretten, östlich von Karlsruhe, mussten am Freitag zunächst 29 Kinder der Schillerschule ins Krankenhaus gebracht werden. Sie klagten über Hautreizungen. Am Montag waren dann 40 Kinder der Max-Planck-Realschule betroffen. Die Feuerwehr und die Rettungsdienste waren beide Tage voll im Einsatz. Die Schulgebäude wurden anschließend professionell gereinigt, um alle giftigen Härchen zu entfernen.

Im Gegensatz zur Raupe des Eichenprozessionsspinners und deren Nester, ist der ausgewachsenen Falter nicht mehr giftig und stellt keine Gefahr da.

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