Milben der NaturGrasmilben: Sind deine Pickel in Wahrheit Grasmilbenbisse?

Wer nach einem Tag im Grünen Pickel bemerkt, könnte von Grasmilben gebissen worden sein. Das Tückische: Die Spinnentiere sind so klein, dass man Grasmilbenbisse meist erst später bemerkt.

Inhalt
  1. Die Milben sitzen auf den Grashalmen
  2. Mückenstich oder Grasmilbenbiss?
  3. Grasmilbenbisse: Ungefährlich, aber lästig

Eigentlich war es ein schöner Tag im Freien, doch am nächsten Morgen fängt plötzlich die Haut an zu jucken. Bei genauerer Betrachtung werden rote Pickel sichtbar. Ein Insektenstich? Dafür war der Besuch im Park zu lange her. Eine Allergie? Wahrscheinlicher sind Grasmilbenbisse. Nur wenige Menschen wissen, dass die kleinen Spinnentiere überhaupt existieren. Vielmehr werden Milben dem Bett zugeordnet. Ein Irrglaube: Auch in der freien Natur verstecken sie sich und bohren sich unbemerkt in die Haut hinein.

 

Die Milben sitzen auf den Grashalmen

Genauer gesagt handelt es sich bei dieser Milbenart um die Herbstgrasmilbe. Sie lebt unter der Erde und hat kein Interesse an Menschen. Anders sieht es jedoch bei ihren Kindern aus. Die nur etwa 0,2 Millimeter großen Larven halten sich auch über der Erdoberfläche aus – und sind auf der Suche nach Futter in Form von Zellsaft. Dabei sitzen sie meist auf den Grashalmen, wodurch sich der Name der Spinnentiere erklären lässt.

Die reguläre Haut eines Menschen ist zu dick, als dass sich die Larven hineinbeißen könnten. Ähnlich wie Zecken suchen sie sich jedoch gezielt Körperbereiche mit besonders dünnen Hautpartien aus, wie Kniekehlen oder Achselhöhlen. Aus diesem Grund sind auch Kinder oft betroffen. Ihre Haut ist noch weicher und empfindlicher.

 

Mückenstich oder Grasmilbenbiss?

Die winzige Larve sucht sich somit ein geeignetes Plätzchen und beißt sich fest. Den Grasmilbenbiss selbst spürt man nicht. Jedoch setzt die Milbe dabei Enzyme frei, die zu Entzündungen oder Allergien führen können – und die starken Juckreiz auslösen.

Das Tückische an einem Grasmilbenbiss: Die Symptome werden - anders als bei Mückenstichen - meist erst 24 Stunden später sichtbar. Pickel in Kniekehlen, Achseln, Leiste oder anderen geschützten Stellen, die erst weit nach dem Aufenthalt im Grünen auftreten, sprechen also eher für einen Grasmilbenbiss. Wenn sich rote Quaddeln rund um den Biss bilden, ist die Larve selbst bereits über alle Berge. 

Dann hilft nur noch Symptombekämpfung. Sowohl Kälte als auch Hitze helfen gegen das Jucken. Auch spezielle Insektenstichgele können lindernd wirken. 

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Grasmilbenbisse: Ungefährlich, aber lästig

Gefährlich sind Grasmilbenbisse nicht, auch Krankheiten werden durch die kleinen Larven nicht übertragen. Sind Juckreiz und Schwellung jedoch besonders stark, oder kommt leichtes Fieber hinzu, sollte man einen Arzt aufsuchen. Genauso bei aufgekratzten Grasmilbenbissen. Er kann eine Allergie oder Entzündung mit einer Salbe behandeln.

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Vorbeugen kann man Grasmilbenbissen nur bedingt – im eigenen Garten hilft regelmäßiges Rasenmähen und Wässern. Bei der Gartenarbeit kann man lange Hosen anziehen. Auch spezielle Insektensprays können helfen. Ansonsten heißt es abwarten. Die Symptome verschwinden nach kurzer Zeit wieder und die Grasmilben überleben den Winter nicht.

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