Virusinfekt Grippe: Wie lange ist man eigentlich ansteckend?

Die Grippewelle breitet sich immer weiter aus. Kein Wunder, schließlich handelt es sich bei der Grippe um eine hochansteckende Infektionskrankheit. Doch wie lange ist man eigentlich ansteckend?

Inhalt
  1. Wie wird der Grippevirus übertragen?
  2. Wie lange bin ich ansteckend?
  3. Welche Komplikationen können auftreten, wenn ich die Grippe nicht richtig auskuriere? 

Wen die Grippe erwischt hat, dem geht es richtig mies, doch sobald man wieder auf dem aufsteigenden Ast ist, gehen viele Erkrankten wieder zur Arbeit. Ein Fehler, denn auch wenn der Virus abklingt, ist man immer noch ansteckend. Doch wie lange eigentlich?

 

Wie wird der Grippevirus übertragen?

Durch die Tröpfcheninfektion, also durch Niesen, Husten und Sprechen in die Luft, wird der Virus von Mensch zu Mensch übertragen.

Ebenfalls wird der Grippevirus durch Schmierinfektion übertragen, sprich wenn man sich beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund hält und dann verschiedene Gegenstände wie Türklinken und Treppengeländer berührt oder durch simples Händeschütteln. 

 

Wie lange bin ich ansteckend?

Wer sich mit dem Grippevirus Influenza angesteckt hat, merkt das in der Regel ziemlich schnell. Die ersten Symptome wie hohes Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl stellen sich bereits nach ein bis zwei Tagen ein. Ansteckend ist man übrigens schon einen Tag vorher. Die gesamte Dauer der Krankheit kann man den Virus weitergeben und teilweise sogar noch länger.

Ist der Verlauf unkompliziert, dauert die Grippe in der Regel fünf bis sieben Tage. Bei Kindern oder Menschen mit angegriffenem Immunsystem ist die Ansteckungsgefahr mit dem Abklingen des Virus nicht gebannt. Denn das Immunsystem konnte dann noch nicht alle Viren abtöten, sodass diese Menschen noch ein paar Tage länger ansteckend sein können. 

Auch wenn man sich besser fühlt, sollte man sicherheitshalber nach einer Grippe noch für ein paar Tage den engen Kontakt mit anderen Menschen vermeiden, um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. 

 

Welche Komplikationen können auftreten, wenn ich die Grippe nicht richtig auskuriere? 

Vor allem bei äteren Menschen, Säuglingen, Kleinkindern, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege, des Herzens, der Nieren oder immgeschwächte Menschen können Komplikationen nach einer Grippe auftreten. Folgende Komplikationen sind möglich: 

  • Lungenentzündung: Bleibt das Fieber konstant hoch, kommt es zu starkem Husten, teilweise mit blutigem Auswurf. Menschen mit Herzerkrankungen sind besonders gefährdet. 
  • Bakterielle Lungenentzündung: Nach drei bis vier Tagen steigt in der Regel das Fieber. Husten mit eitrigem Auswurf und Atemnot sind die Folgen. Menschen mit Herz- und Lungenerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko, ebenso wie ältere Menschen. 
  • Lungenentzündung ausgelöst durch Viren: Diese Art der Lungenentzündung tritt am häufigsten auf. Die Symptome sind sehr gemischt. Hohes Fieber und starker Husten gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen. 
  • Toxisches Schocksyndrom: Bei einer schweren bakteriellen Infektion der Lunge kann es zu Kreislaufversagen kommen. 
  • Herzmuskelentzündung oder Herzbeutelentzündung: Das tückische, bei beiden Erkrankungen gibt es kaum auffällige Beschwerden. 
  • Entzündung der Skelettmuskulatur: Die Muskeln sind besonders druckempfindlich. Die Beine schwellen an den betroffenen Stellen an. 

Mit einer Grippe ist also nicht zu spaßen! Auch wenn ihr euch schon besser fühlt, solltet ihr langsam wieder in den Alltag starten. Mit sportlichen Aktivitäten solltet ihr nach dem Abklingen noch mindestens zwei Wochen warten. 

Das könnte auch noch interessant sein: 

Kategorien: